bulletin 1/2012


- Wittenberg, Zürich, Genf

Wem gehört die Reformation?

In Deutschland heisst die Reformationsdekade (noch) Lutherdekade. Diese Konzentration lässt das Calvin-Jahr 2009 zum Apéro verkommen und hat für das Zwingli-Jubiläum 2019 keinen Platz. Unklar ist zudem, worum es geht, wenn von «Reformation» gesprochen wird.


Migrationsarbeit

Roter Faden Menschenrechte

Die Aufmerksamkeit war gross, als der Kirchenbund im Juni 2011 bekannt gab, das Mandat für das halbjährige Pilotprojekt Rückführungsmonitoring zu übernehmen. Das Projekt ist inzwischen abgeschlossen. Grund für einen Rückblick und die Einordnung in das kirchliche Engagement im Migrationsbereich.


- Religiöse Spannungen in Europa

Christlich, angstfrei, fremdenfreundlich

Wenn die Christen in Europa sich an ihre eigenen Grundwerte und Traditionen erinnern, fällt die Öffnung gegenüber dem Fremden leichter.


- Reformation heute

Die Reformation hat Europa verändert

Was macht seitdem eine Kirche zur Kirche? «Unter uns gesagt, ist an der ganzen Sache nichts interessant als Luthers Charakter, und es ist auch das einzige was einer Menge wirklich imponiert. Alles übrige ist ein verworrener Quark, wie er uns noch täglich zur Last fällt», schrieb der alte Goethe im hochgefeierten Lutherjahr 1817 an einen Freund.


- Rousseau-Jahr 2012

Von der Lust am treffenden
Wort

Die evangelischen Kirchen feiern 300 Jahre Jean-Jacques Rousseau: Philosoph, Denker, Glaubender. Sein steter Wunsch nach Austausch liess den bedeutenden Vertreter reformierter Tradition auch problematische Gedanken aussprechen.


- Flüchtlingssonntag 2012

Gastfreundschaft ist eine zweischneidige Sache

Der Aufruf der Kirchen und Religionsgemeinschaften zum Flüchtlingssonntag und Flüchtlingssabbat vom 16. und 17. Juni 2012 schliesst sich wie jedes Jahr der Kampagne zum Flüchtlingstag der Schweizerischen Flüchtlingshilfe an.


– Vernehmlassung Bekenntnis

Wie machen die Reformierten ihren Glauben erkennbar?

Der Rücklauf ist enttäuschend. Nur fünf Prozent der 3700 mit einem Fragebogen bedienten Pfarrpersonen, Kirchenbehörden und Fachstellen haben sich zum «Werkbuch Bekenntnis» geäussert. Gleichzeitig bedeutet es einen Meilenstein in der Geschichte der Schweizer Kirchen, dass jetzt die Diskussion über Glaubensbekenntnisse landesweit eröffnet wird.


– Glaube in der Welt

Die evangelischen Kirchen des Nahen Ostens

Die evangelischen Kirchen des Nahen Ostens machen sich Gedanken über ihre Zukunft in einem mitten im Umbruch befindlichen Umfeld. Angesichts der unterschiedlichen Formen und Verläufe, die der «arabische Frühling» in den einzelnen Ländern nimmt, sehen sich die Christen, und insbesondere die evangelischen Christen, mit neuen Herausforderungen konfrontiert.


– «Wo bist du, Adam?»

Zur Diskussion der Menschenwürde aus
ökumenischer Sicht

In seinen Tag- und Nachtbüchern notiert Theodor Haecker am 31. März 1940: «Eine Weltkatastrophe kann zu manchem dienen. Auch dazu, ein Alibi zu finden vor Gott. Wo warst du, Adam? Ich war im Weltkrieg.» Die Suche nach Adam, dem Menschen, begann aber weder erst im Zweiten Weltkrieg noch endete sie danach. Die Frage gehört zum Menschen, sie beschäftigt ihn von Anfang an.