SEK ruft Palästinademonstration in Zürich zu Gewaltlosigkeit auf

Vizepräsident Peter Schmid ruft die Veranstalter der bewilligten Kundgebung für Palästina am 18. Juli 2014 in Zürich auf, sich von Gewaltaufrufen und antisemitischer Hetze zu distanzieren.
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Der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes ist besorgt über die bewilligte Kundgebung für Palästina am Freitag, 18. Juli 2014 in Zürich. Er ist insbesondere bestürzt über antisemitischen Äusserungen, die über Facebook verbreitet werden.

Das Demonstrationsrecht darf nicht dazu verwendet werden, um direkt oder indirekt Drohungen gegen die jüdische Bevölkerung in Zürich und in der Schweiz zu äussern. “Wir fordern die Veranstalter der Kundgebung auf, sich eindeutig von jeglicher Gewalt und Hetze zu distanzieren“, so Peter Schmid, Vizepräsident des Rates des Kirchenbundes: „Gleichzeitig appellieren wir an die Mitglieder der christlichen Kirchen, mit Besonnenheit und Augenmass auf die überaus schwierige Lage im Nahen Osten zu reagieren.“

Für den Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes gehören der religiöse und politische Frieden zu den unverzichtbaren Säulen einer demokratischen Gesellschaft. Schmid: „Wir erwarten, dass politische Äusserungen mit einer angemessenen Sorgfalt formuliert werden und niemanden, unabhängig vom kulturellen und religiösen Hintergrund, bedrohen.“