Kirchenbund erhält Prädikat „Familie UND Beruf“

Die Fachstelle UND hat dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund SEK das Prädikat „Familie UND Beruf“ verliehen. Mit diesem Prädikat werden Arbeitgeber ausgezeichnet, die Massnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie zur Gleichstellung von Frau und Mann erfolgreich umsetzen.

Bildlegende : Daniel Huber, Geschäftsführer der Fachstelle UND überreicht das Prädikat « Famille UND Beruf » an Gottfried Locher, Ratspräsident des Kirchenbundes und Hella Hoppe, Leiterin Koordination Bundesbehörden und Genderbeauftragte des Kirchenbundes - Bild: Pia Neuenschwander

„Der Kirchenbund hat bereits bei der ersten Evaluation die für den Erhalt des Prädikats erforderlichen 300 Punkte erreicht“, freute sich der Geschäftsleiter Philippe Woodtli während der Verleihung, die am Mittwoch, dem 14. Januar 2015 in der Geschäftsstelle des Kirchenbundes in Bern stattfand. „Wir werden uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, im Gegenteil: Der Erfolg motiviert uns, die mit der Fachstelle UND gemeinsam erarbeiteten Massnahmen umzusetzen.“

Die Fachstelle UND hebt insbesondere die flexiblen Arbeitszeiten positiv hervor, durch welche die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gefördert wird. „Im Kirchenbund herrscht Kompetenz und Sensibilität für das Thema. Es gibt sehr viel Gespür für die Bedürfnisse der Mitarbeitenden. Sie können sich freuen, es ist nicht selbstverständlich“, erwähnte Daniel Huber, Geschäftsführer der Fachstelle UND. In ihrer Evaluation erkennt die Fachstelle lobend an, dass innerhalb des Kirchenbundes bereits viele gute Praktiken angewendet werden, bedauert aber, dass diese nicht immer schriftlich fixiert sind. Der Kirchenbund wird dementsprechend ein Leitbild erstellen.

Nach den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und der Evangelisch-reformierten Kirche St. Gallen ist der Kirchenbund die dritte reformierte Institution in der Schweiz, die das Prädikat «Familie UND Beruf» erhält. „Wir freuen uns, wenn wir dazu beitragen können, dass sich ein Trend daraus entwickelt.“, erklärte Ratspräsident Gottfried Locher und fügte hinzu: „Ich möchte bei dieser Gelegenheit daran erinnern, dass das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG Gleichstellungsprojekte im Erwerbsleben unterstützt. Im Namen des Kirchenbundes danke ich dem EBG für die finanzielle Unterstützung zur Erarbeitung des Prädikats der Fachstelle UND.“

Der Zertifizierungsprozess innerhalb des Kirchenbundes wurde im Sommer 2013 eingeleitet. Wie alle Unternehmen und Institutionen, die das Prädikat «Familie UND Beruf» erhalten möchten, musste sich der SEK zuerst einer Situationsanalyse der Fachstelle UND unterziehen. Auf der Grundlage der Evaluationsergebnisse verpflichten sich die Kandidaten in einer zweiten Phase, Verbesserungsmassnahmen umzusetzen. Manche Kandidaten – wie der Kirchenbund – erreichen bereits während der Evaluationsphase die für den Erhalt des Prädikats erforderliche Punktzahl, andere erst nach Umsetzung der gemeinsam mit der Fachstelle erarbeiteten Massnahmen. Um die Nachhaltigkeit der guten Praktiken zu garantieren, wird nach drei Jahren eine erneute Analyse durchgeführt.

Weitere Informationen zur Fachstelle UND finden Sie hier: www.und-online.ch

Bereits 32 Arbeitgeber haben das Prädikat der Fachstelle UND in der Schweiz erhalten: unter ihnen die Verwaltung des Kantons Bern, die Versicherungsgesellschaften Axa Winterthur und Sympany, das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung, die SUVA und das Bundesamt für Kommunikation.