Kirchenbund für Energiestrategie 2050

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK befürwortet die Energiestrategie 2050. Mit dem revidierten Energiegesetz werden gute Voraussetzungen für einen massvollen und verantwortlichen Umgang mit Energie geschaffen. Dafür setzt sich der Kirchenbund seit 40 Jahren mit theologischen und ethischen Argumenten ein.
Reformierte Kirche Laufen, Bild: Claudia Baumberger, oeku

Eine dem Leben dienende Energiepolitik misst sich an Grundwerten wie Freiheit, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Teilhabe und Frieden („Energieethik“ von 2008). Der Rat des Kirchenbunds teilt die Einschätzung des Waadtländer Synodalrates, dass „die vom Parlament im Rahmen der Energiestrategie 2050 verabschiedeten Gesetze insgesamt in diese Richtung gehen“. Schon der Reformator Johannes Calvin vertrat in seiner Lehre vom „rechten Gebrauch der irdischen Güter“ Nüchternheit gepaart mit Lebensfreude, Nächstenliebe und Hoffnung über unser begrenztes Leben hinaus.

Der derzeitige Gesamtenergieverbrauch in der Schweiz muss deutlich gesenkt werden, um Abhängigkeiten zu vermeiden und die Rechte der jetzt lebenden und der künftigen Generationen zu achten. Dafür sieht das Energiegesetz zum ersten Mal genaue Ziele vor; es enthält zahlreiche Massnahmen, die jetzt zu ergreifen sind, um mit weniger Energie auszukommen, auf Kernkraft zu verzichten und erneuerbare Energien zu fördern. In vieler Hinsicht ist das neue Energiegesetz anpassungsfreundlich, es fördert Eigeninitiative und Selbstverpflichtungen. Innerhalb gesetzlicher Rahmenbedingungen baut die Energiestrategie auf das freie Spiel des Marktes.

Schon im Rahmen der Vernehmlassung zum ersten Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 hat sich der Kirchenbund positiv geäussert. Seine zustimmende Position zur Abstimmung vom 21. Mai 2017 wird von ökumenischen und evangelischen Partnern geteilt, so etwa von der Evangelisch-methodistischen Kirche (Mitglied des Kirchenbundes), den Evangelischen Frauen Schweiz und oeku Kirche und Umwelt.