Die Spekulation mit Nahrungsmitteln muss reguliert werden

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund unterstützt das Ziel der Eidgenössischen Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln», die am 28. Februar zur Abstimmung kommt. Der Spekulation mit Nahrungsmitteln wie Weizen, Mais oder Kakao müssen Grenzen gesetzt werden.

Die Spekulation mit Nahrungsmitteln verzerrt den Markt und trägt zur Instabilität der Weltagrarpreise bei. Sie ist eine Ursache neben vielen anderen von Hungerkrisen und treibt Familien in die Armut, insbesondere in den Erzeugerländern. Zur Verminderung dieser Tendenz müssen die Finanzinstrumente reguliert werden. In diesem Sinn unterstützt der SEK das Ziel der Initiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln».

Der Initiativtext hat Mängel. Die Umsetzung der Initiative würde zahlreiche Abgrenzungsprobleme und Unwägbarkeiten beinhalten. Und die Spekulation mit Nahrungsmitteln zu stoppen genügt nicht, um die Hungerkrisen in der Welt zu bewältigen.

Doch die Volksinitiative ist zurzeit der einzige politische Vorstoss, der eine Regulierung auf diesem Gebiet fordert. Die Schweiz unternimmt diesbezüglich nicht genug, sogar weniger als ihre Nachbarn in der Europäischen Union. Aus diesem Grund befürwortet der SEK die Eidgenössische Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln».