Frauenkonferenz

Gleichstellung in den reformierten Kirchen Was ist erreicht - was bleibt zu tun?

Montag, 24. Oktober 2016
im Hauptquartier der Heilsarmee in Bern

Anmeldefrist 14. Oktober

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Viel erreicht – neu herausgefordert. Mit diesem Titel überschreibt die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF ihre Standortbestimmung nach 40 Jahren Arbeit an Frauen- und Gleichstellungsthemen in der Schweiz.

Und wie sieht es gleichstellungsmässig in den reformierten Kirchen aus?

Auf den ersten Blick wurde auch hier viel erreicht: Seit gut 50 Jahren stehen den Frauen alle Ämter offen, es gibt gleichen Lohn für gleiche Arbeit, und in vielen kirchlichen Berufen bilden Frauen die Mehrheit.

Auf den zweiten Blick gibt es jedoch nach wie vor grosse Unterschiede in der Verteilung von Ämtern und Ressourcen, in der Vertretung von Männern und Frauen auf Podien und in Projektleitungen. Der Frauenanteil in kirchlichen Parlamenten entspricht nicht dem Geschlechterverhältnis an der Basis und ist sogar noch tiefer als in den entsprehenden staatlichen Gremien. In Exekutiven und Leitungsämtern sind die Frauen ebenfalls stark untervertreten. Die Sensibilität bezüglich geschlechtergerechter Sprache lässt auch in der Kirche nach, und Frauenthemen sind aus vielen kirchlichen Bildungsprogrammen verschwunden.

Welche Gründe stehen hinter diesen Entwicklungen? Und wie sollen wir ihnen begegnen?

In den letzten Jahrzehnten wurden dafür viele Methoden entwickelt, von Frauenförderung über Gendermainstreaming hin zu Diversity-Management: Was davon ist aktuell, was überholt, was nötiger denn je?

An dieser Frauenkonferenz wollen wir eine Standortbestimmung vornehmen. Wir wollen uns fragen, was unsere Themen und Ziele der nächsten Jahre sind, und auf welchem Weg wir sie erreichen können. Dabei soll auch die Rolle der Frauenkonferenz diskutiert und je nach Bedarf ihre Aufgaben neu ausgerichtet werden.


Die Frauenkonferenz ist am 7. Juni 1999 gegründet worden und setzt sich aus 45 stimmberechtigten Mitgliedern aus verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel den Mitgliedkirchen des Kirchenbundes, den Evangelischen Frauen Schweiz EFS und der IG feministischer Theologinnen zusammen. Die Frauenkonferenz ist ein Ort des Austausches und der Vernetzung für die in der Konferenz zusammengeschlossenen Organisationen und Vertreterinnen und bearbeitet gesellschaftspolitische und kirchliche Themen und Fragen aus der Sicht der Frau. Sie leitet solche Themen und Forderungen an den Kirchenbund weiter und setzt sie kirchenpolitisch um.

Die Pflege von Kontakten, insbesondere im Rahmen der weltweiten Kirche und der Ökumene, ist ein wichtiges Anliegen der Frauenkonferenz. Eine Delegation der Frauenkonferenz ist an der Abgeordnetenversammlung des Kirchenbundes mit zwei Sitzen vertreten.

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