Apartheid

Der SEK, die Apartheid und Südafrika

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Im Anschluss an die Reise einer Delegation nach Südafrika im Jahre 2001 beschloss der Kirchenbund, zum einen seine Archive zu öffnen und zum anderen die ethische Forschung voranzutreiben. Die Reise von 2001 hatte nämlich klar gezeigt, dass die Position des Kirchenbundes während der letzten Jahre der Apartheid (etwa in Bezug auf das Antirassismus-Programm des Ökumenischen Rates der Kirchen ÖRK) ebenso revidiert werden muss, wie sein Versuch, eine Vermittlerrolle gegenüber der südafrikanischen Dutch Reformed Church einzunehmen, der ein Ausschluss aus der ökumenischen Gemeinschaft drohte. So hat der Kirchenbund 2004 drei Studien veröffentlicht bzw. gefördert: „Gute Dienste in Südafrika – Die Südafrikapolitik des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes zwischen 1970 und 1990“ von Lukas Zürcher (auch in englischer Übersetzung); „Salz der Erde oder Spiegel der Gesellschaft?“ von Christoph Weber-Berg (Studie im Kontext der Schweizer „Bankengespräche“ zwischen 1986 und 1989); „Schweiz – Südafrika: Sozialethische Perspektiven“ von Hans-Balz Peter und Dorothea Loosli vom Institut für Sozialethik ISE des Kirchenbundes. Die Publikationen wurden öffentlich präsentiert und in den folgenden Monaten mit den europäischen und südafrikanischen Partnern diskutiert. Der Kirchenbund baute anschliessend im Zuge des Versöhnungsprozesses mit der Dutch Reformed Church DRC in Zusammenhang mit der Anerkennung des Belhar-Bekenntnisses insbesondere seine Beziehungen zur Uniting Reformed Church in Southern Africa URCSA aus.