Charta Oecumenica

Die „Charta Oecumenica“ wurde nach einem mehrjährigen konsultativen Prozess am 22. April 2001 von den Repräsentanten der Konferenz Europäischer Kirchen KEK wie auch des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen unterschrieben worden. Diese „Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa“ entstanden „im Geist der Botschaft der beiden Europäischen Ökumenischen Konferenzen von Basel (1989) und Graz (1997)“. Sie „empfehlen … diese Charta Oecumenica … zur Annahme und Umsetzung“ im „jeweiligen Kontext“ (Zitate Charta).

Der Kirchenbund wurde von der Abgeordnetenversammlung am 8./9. November 2004 ermächtigt, die Unterzeichnung im Namen seiner Mitgliedkirchen vorzunehmen.

Die Entwicklung ökumenischer Zusammenarbeit hat an der Basis der Kirchenbunds-Mitgliedkirchen besonderen Rückhalt. So widerspiegelt die Unterzeichnung der Charta Oecumenica eine bleibende Selbstverpflichtung der beteiligten Kirchen, sich auf den Weg zur sichtbaren Einheit der Kirchen zu machen. Die Charta Oecumenica empfiehlt eine Reihe konkreter Selbstverpflichtungen und Leitlinien zur Umsetzung der wachsenden Zusammenarbeit unter den Kirchen Europas. Sie nennt dabei wesentliche Themenbereiche und zentrale Herausforderungen, denen die Mitgliedkirchen des Kirchenbundes und ihre Schwesterkirchen in Europa zunehmend gegenüberstehen. Die Charta Oecumenica ermutigt die Kirchen, ihnen gemeinsam zu begegnen.

Das heisst im Bereich der gemeinsamen Berufung zur Einheit durch Gott:

Das beharrliche Bemühen um das gemeinsame Verständnis der Heilsbotschaft Christi im Evangelium. Das Hinwirken auf eine sichtbare Einheit der Kirche Jesu Christi.

Das heisst im Bereich der wachsenden sichtbaren Gemeinschaft der Kirchen in Europa:

Gemeinsame Mission. Dialog miteinander und gemeinsames Handeln. Gemeinsames Beten.

Das heisst im Bereich der gemeinsamen Verantwortung für Europa:

Unser Europa als Christen und aufgrund unserer spezifischen christlichen Werte mitgestalten. Dabei einen Versöhnungsdienst im Spannungsfeld der vielfältigen regionalen, nationalen, kulturellen und religiösen Traditionen leisten. Den Dialog mit anderen Religionen und Weltanschauungen engagiert, mit Respekt und kompetent führen, insbesondere mit dem Judentum und dem Islam.

Die Charta Oecumenica hat in manchen Regionen der Schweiz die ökumenische Zusammenarbeit zwischen den Kirchen gestärkt. Es fanden auch lokale und regionale Unterzeichnungen statt.

Die Charta Oecumenica kann an folgender Adresse heruntergeladen werden:

www.ceceurope.org/current-issues/charta-oecumenica/