Forschung am Menschen

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Medizin und Biotechnologien gehören viel selbstverständlicher zum Alltag, als es auf den ersten Blick erscheint. Die meisten Menschen verdanken ihre Gesundheit, Lebensqualität, Lebenserwartung und häufig ihr (Über-)Leben den faszinierenden Möglichkeiten heutiger Medizin. Die medizinische, biotechnologische und pharmakologische Forschung hat daran einen grossen Anteil. Zugleich stellt sich immer drängender die Frage, ob alles medizinisch Mögliche auch getan werden sollte, ob es unantastbare Grenzen für die Medizin gibt und – sofern ja – worin diese bestehen.

Der Gesetzgeber hat mit seinen Vernehmlassungsentwürfen zum Verfassungsartikel 118a und Humanforschungsgesetz (HFG) eine solche Grenzziehung vorgelegt. In seiner Vernehmlassungsantwort hat der Rat des Kirchenbundes die Entwürfe einer kritischen Prüfung unterzogen. Er unterstützt darin grundsätzlich die Initiative des Gesetzgebers, äussert sich aber kritisch zum darin vertretenen Verständnis und Schutz der Menschenwürde, dem Umgang mit Urteilsunfähigen sowie dem Aufgabenprofil von Ethikkommissionen.