Kirche und Umwelt

CC/Forest Wander

Das damalige Institut für Sozialethik - und damit der Kirchenbund - gehört neben verschiedenen Kantonalkirchen, Kirchgemeinden und Pfarreien sowie Ordensgemeinschaften zu den Mitgründern des ökumenischen Vereins oeku Kirche und Umwelt (1986). Seither ist jeweils ein(e) Mitarbeiter/in des Kirchenbundes im oeku-Vorstand vertreten und arbeitet bei den Projekten von oeku mit. Seit 25 Jahren setzt sich oeku gesamtschweizerisch für die Bewahrung der Schöpfung ein. Insbesondere

  • fördert die oeku umweltgerechtes Verhalten innerhalb der Kirchen;
  • regt die oeku schöpfungstheologisches Lernen und Erfahren in den Kirchgemeinden an;
  • bringt die oeku theologisch-ethische Überlegungen zu Umweltfragen in die öffentliche Diskussion ein.

Jährlich erarbeitet die oeku Materialien für die Schöpfungszeit (1.9. bis 4.10.), die in Hunderten von Kirchgemeinden in der Schweiz, teilweise auch im Ausland benutzt werden. Die Themen wechseln, von 2011 bis 2015 ist eine Reihe über Lebensräume geplant (Wald, Kulturland, Gewässer, Siedlungen, Gebirge).

Der Kirchenbund empfiehlt seinen Mitgliedkirchen, im Sinne der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung die Schöpfungszeit zu begehen.

Mit dem „Umwelthandbuch für Kirchgemeinden“ (2002) und seinem französischen Pendant „Paroisses vertes“ (2010), mit Sigristenkursen, der Ausbildung von kirchlichen Energiecoaches, kirchlichen Baufachtagungen und Ansätzen zur Umweltzertifizierung von Kirchgemeinden („Grüner Güggel“) und vielem Anderen mehr unterstützt oeku den praktischen Umweltschutz im kirchlichen Alltag.

Auch für den Religionsunterricht, die Schöpfungstheologie und Schöpfungsspiritualität sowie für die theologisch-ethische Meinungsbildung zu Umweltfragen stellt oeku Materialien zur Verfügung. Der Verein arbeitet dabei regelmässig mit Fachstellen von Kantonalkirchen, mit Justitia et Pax (Schweizer Bischofskonferenz) sowie mit dem Zuständigen für Theologie und Ethik im Kirchenbund zusammen.