SchöpfungsZeit

Sanfte Hügel, raue Gipfel - Lebensraum Berge

CC/Taylor S

Berge bilden die Verbindung zwischen Himmel und Erde. In den biblischen Erzählungen begegnet Gott den Menschen oft auf einem Berg, z.B. auf dem Berg Sinai (Ex 19) oder am Horeb (1. Kön 19). Jesu Bergpredigt wird auf einem Berg lokalisiert (Mt 5,1), ebenso die Verklärung Jesu (Mt 17). Berge sind auch für uns Orte spirituellen Erlebens: dort ist Erhabenheit und Stille, dort kommt der Mensch zu sich selbst. Auch die Hügel im Mittelland sind alltagssprachlich Berge. Wie der Tempelberg Zion in Jerusalem können sie unscheinbar sein und dennoch eine hohe spirituelle Bedeutung haben. Dies wussten schon unsere Vorfahren, die vom Unterland bis weit hinauf in die Berge Kirchen, Pilgerwege, Kapellen und Gipfelkreuze errichteten und damit an Gottes Gegenwart erinnerten.

Die Alpen gehören mit etwa 30 000 Tier- und 13 000 Pflanzenarten zu den artenreichsten Gebieten Europas. Die Leitidee für die landwirtschaftliche, touristische, energetische und verkehrsmässige Nutzung der Bergwelt muss die Nachhaltigkeit sein. Das bedeutet, dass der Lebensraum Berge den künftigen Generationen möglichst intakt erhalten werden soll. So bleiben die Berge auch in Zukunft Ort für die spirituelle Erfahrung. Dafür dürfen auch Pfarreien und Kirchgemeinden eintreten.

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