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CR 5 : Symbole d'Athanase

Latein

  1. Quicumque vult salvus esse, ante omnia opus est, ut teneat catholicam fidem:
  2. Quam nisi quisque integram inviolatamque servaverit, absque dubio in aeternum peribit.
     
  3. Fides autem catholica haec est: Ut unum Deum in Trinitate, et Trinitatem in unitate veneremur,
  4. neque confundentes personas, neque substantiam separantes:
  5. alia est enim persona Patris, alia Filii, alia Spiritus Sancti;
  6. sed Patris et Filii et Spiritus Sancti una est divinitas, aequalis gloria, coaeterna maiestas.
     
  7. Qualis Pater, talis Filius, talis Spiritus Sanctus:
  8. increatus Pater, increatus Filius, increatus Spiritus Sanctus;
  9. mensus Pater, immensus Filius, immensus Spiritus Sanctus;
  10. aeternus Pater, aeternus Filius, aeternus Spiritus Sanctus;
  11. et tamen non tres aeterni, sed unus aeternus;
  12. sicut non tres increati, nec tres immensi, sed unus increatus, et unus immensus.
  13. Similiter omnipotens Pater, omnipotens Filius, omnipotens Spiritus Sanctus;
  14. et tamen non tres omnipotentes, sed unus omnipotens.
  15. Ita Deus Pater, Deus Filius, Deus Spiritus Sanctus;
  16. et tamen non tres Dii, sed unus est Deus.
  17. Ita Dominus Pater, Dominus Filius, Dominus Spiritus Sanctus;
  18. et tamen non tres Domini, sed unus est Dominus:
  19. Quia sicut singillatim unamquamque personam Deum ac Dominum confiteri christiana veritate compellimur,
  20. ita tres Deos aut Dominos dicere catholica religione prohibemur.
     
  21. Pater a nullo est factus: nec creatus, nec genitus;
  22. Filius a Patre solo est: non factus nec creatus, sed genitus;
  23. Spiritus Sanctus a Patre et Filio, non factus nec creatus nec genitus, sed procedens.
  24. Unus ergo Pater, non tres Patres; unus Filius, non tres Filii; unus Spiritus Sanctus, non tres Spiritus Sancti.
  25. Et in hac Trinitate nihil prius aut posterius, nihil maius aut minus,
  26. sed totae tres personae coaeternae sibi sunt et coaequales.
  27. Ita ut per omnia, sicut iam supra dictum est, et unitas in Trinitate et Trinitas in unitate veneranda sit.
  28. Qui vult ergo salvus esse, ita de Trinitate sentiat.
     
  29. Sed necessarium est ad aeternam salutem, ut incarnationem quoque Domini nostri Iesu Christi fideliter credat.
  30. Est ergo fides recta, ut credamus et confiteamur, quia Dominus noster Iesus Christus Dei Filius, Deus et homo est:
  31. Deus est ex substantia Patris ante saecula genitus, et homo est ex substantia matris in saeculo natus;
  32. perfectus Deus, perfectus homo: ex anima rationali et humana carne subsistens;
  33. aequalis Patri secundum divinitatem, minor Patre secundum humanitatem;
  34. qui, licet Deus sit et homo, non duo tamen, sed unus est Christus;
  35. unus autem non conversione divinitatis in carnem, sed assumptione humanitatis in Deum;
  36. unus omnino, non confusione substantiae, sed unitate personae.
  37. Nam sicut anima rationalis et caro unus est homo, ita Deus et homo unus est Christus.
  38. Qui passus est pro salute nostra, descendit ad inferos, tertia die resurrexit a mortuis,
  39. ascendit ad caelos, sedet ad dexteram Patris, inde venturus est iudicare vivos et mortuos.
  40. Ad cuius adventum omnes homines resurgere habent cum corporibus suis, et reddituri sunt de factis propriis rationem;
  41. et qui bona egerunt, ibunt in vitam aeternam, qui vero mala, in ignem aeternum.
     
  42. Haec est fides catholica, quam nisi quisque fideliter firmiterque crediderit, salvus esse non poterit.

 

In gegenwärtigem Deutsch

  1. Wer auch immer gerettet sein will, der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten:
  2. Wer diesen nicht unversehrt und unverletzt bewahrt, der wird zweifellos auf ewig zugrunde gehen.
     
  3. Der katholische Glaube aber besteht darin, dass wir den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit verehren,
  4. indem wir weder die Personen vermischen noch die Substanz trennen:
  5. Eine andere nämlich ist die Person des Vaters, eine andere die des Sohnes, eine andere die des Heiligen Geistes;
  6. aber Vater, Sohn und Heiliger Geist besitzen eine Gottheit, gleiche Herrlichkeit, gleich ewige Erhabenheit.
     
  7. Wie der Vater, so der Sohn, so der Heilige Geist:
  8. unerschaffen der Vater, unerschaffen der Sohn, unerschaffen der Heilige Geist;
  9. unermesslich der Vater, unermesslich der Sohn, unermesslich der Heilige Geist;
  10. ewig der Vater, ewig der Sohn, ewig der Heilige Geist;
  11. und dennoch nicht drei Ewige, sondern ein Ewiger;
  12. ebenso nicht drei Unerschaffene und auch nicht drei Unermessliche, sondern ein Unerschaf­fener und ein Unermesslicher.
  13. Ebenso allmächtig der Vater, allmächtig der Sohn, allmächtig der Heilige Geist;
  14. und dennoch nicht drei Allmächtige, sondern ein Allmächtiger.
  15. So Gott der Vater, Gott der Sohn, Gott der Heilige Geist;
  16. und dennoch nicht drei Götter, sondern ein Gott.
  17. So Herr der Vater, Herr der Sohn, Herr der Heilige Geist;
  18. und dennoch nicht drei Herren, sondern ein Herr:
  19. Denn wie wir durch die christliche Wahrheit geheissen werden, jede Person einzeln als Gott und Herrn zu bekennen,
  20. so werden wir durch den katholischen Glauben daran gehindert, von drei Göttern oder Herren zu sprechen.
     
  21. Der Vater wurde von niemand gemacht, noch erschaffen, noch gezeugt;
  22. der Sohn ist vom Vater allein, nicht gemacht und auch nicht erschaffen, sondern gezeugt;
  23. der Heilige Geist ist vom Vater und Sohn, nicht gemacht, noch geschaffen, noch gezeugt, sondern hervorgehend.
  24. Ein Vater also, nicht drei Väter, ein Sohn, nicht drei Söhne, ein Heiliger Geist, nicht drei Heilige Geister.
  25. Und in dieser Dreifaltigkeit ist nichts früher oder später, nichts grösser oder kleiner,
  26. sondern alle drei Personen sind untereinander gleich ewig und gleichartig,
  27. so dass in allem, wie oben schon gesagt wurde, sowohl die Einheit in der Dreifaltigkeit als auch die Dreifaltigkeit in der Einheit zu verehren ist.
  28. Wer also gerettet sein will, soll so über die Dreifaltigkeit denken.
     
  29. Notwendig zum ewigen Heil aber ist es, auch an die Fleischwerdung unseres Herrn Jesus Christus treu zu glauben.
  30. Es ist also der rechte Glaube, dass wir glauben und bekennen, dass unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, Gott und Mensch ist:
  31. Gott ist er, weil er aus der Substanz des Vaters vor den Zeiten gezeugt ist, und Mensch ist er, weil er aus der Substanz der Mutter in der Zeit geboren ist;
  32. vollkommener Gott und vollkommener Mensch, bestehend aus vernunftbegabter Seele und menschlichem Fleisch;
  33. dem Vater gleich in seiner Gottheit, geringer als der Vater in seiner Menschheit;
  34. obwohl er Gott ist und Mensch, ist er dennoch nicht zwei, sondern ein Christus;
  35. einer aber ist er nicht aufgrund einer Verwandlung seiner Gottheit in Fleisch, sondern aufgrund der Aufnahme der Menschheit in Gott;
  36. er ist ganz und gar einer nicht durch die Vermischung der Substanz, sondern in der Einheit der Person.
  37. Denn wie der eine Mensch Seele und Fleisch ist, so ist der eine Christus Gott und Mensch.
  38. Er hat gelitten für unser Heil, ist hinabgestiegen in die Unterwelt, am dritten Tag auferstanden von den Toten,
  39. und hinaufgestiegen in die Himmel, er sitzt zur Rechten des Vaters; von dort wird er kommen, Lebende und Tote zu richten.
  40. Bei seiner Ankunft müssen alle Menschen mit ihren Leibern auferstehen und Rechenschaft ablegen über ihre eigenen Taten;
  41. und die Gutes getan haben, werden in das ewige Leben eingehen, die Böses, ins ewige Feuer.
     
  42. Dies ist der katholische Glaube: Wer auch immer diesen nicht treu und standhaft glaubt, wird nicht gerettet werden können.