Bulletin 1/2014

Reformationsjubiläum: Ein starkes Zeichen für 500 Jahre Reformation

Der Kirchenbund präsentiert das offizielle Logo des Reformationsjubiläums in der Schweiz.

Als die Buchstaben laufen lernten, gab es ein gehöriges Durcheinander. Sie fanden sich und trennten sich, wollten gemeinsam Worte sein. Der Satz als die möglicherweise früheste Form einer Interessengemeinschaft entstand. Der Punkt – die Anarchie fürchtend – griff ein. Und trennte, wie das Komma, ordnend. Die Buchstaben opponierten, zogen einige Punkte auf ihre Seite. Aus schon wurde schön. Der Verstand ward verständlich. Doch beim tüpischen Türannen war Schluss. Man trennte sich endgültig und nannte das die Sprachen. Das ist lange her. Seitdem ist es gar nicht so einfach, an verschiedenen Orten das Gleiche zu sagen.

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Diverse Monde später schickte sich ein kleines Habitat idiomatisch Unerschrockener an, dieser Krux zu begegnen. «Reformationsjubiläum» hiess die Herausforderung. Die Aufgabe war, etwas zu finden. Ein Ding, ein Wort, ein Bild – etwas, das spricht: Hallo, ich bin das Reformationsjubiläum. Dies jedoch – Babylon! – in verschiedenen Sprachen. Und am besten ohne Worte. Für diese Aufgabe musste ein Agenturpartner her – und ward mit der Zürcher Wirz-Gruppe gefunden. Dem Auftrag folgte eine Kreativphase. Was dort geschah, ist Geschichte. An einer entscheidenden Stelle jedoch muss ein Buchstabe, das R, der alte Revoluzzer, aufgesprungen sein. In einem unbeobachteten Moment, als Punkt, Punkt, Komma und Strich miteinander Gesichter malten, hat das R die wohl kontrollierte Ordnung verlassen und hat sich unmissverständlich ins Spiel gebracht. «Reformation!», hat es gerufen. Nur einmal. Aber schon dreisprachig. 500 Jahre Reformation!

Es wurde gerungen. Meistens um Worte. Selten um die Fassung. Und nur einmal um den Atem. Denn da lag es. Das offizielle Logo des Reformationsjubiläums in der Schweiz.