Medienmitteilung zur Ablehnung der Volksinitiative «gegen Asylrechtsmissbrauch»

Mit grosser Erleichterung hat der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) die Ablehnung der Volksinitiative «gegen Asylrechtsmissbrauch» zur Kenntnis genommen. Der Rat ist überzeugt, dass trotz des knappen Abstimmungsresultates das solidarische Denken und Handeln gegenüber Menschen, die sich in Krisensituationen und auf der Flucht befinden, für unser Land wegweisend bleiben muss.

Der Rat des SEK ist sich bewusst, dass es Aufgabe des Staates ist, sich gegen Missbräuche im Asylrecht zu schützen. Er ist aber überzeugt, dass die bestehenden Instrumente effizient genug sind. Über seine Mitgliedkirchen wird sich der SEK weiterhin für eine Kultur der Solidarität einsetzen und über seine Hilfswerke im In- und Ausland einen Beitrag zur Linderung von Gewalt, Hunger und Ungerechtigkeit leisten. Der Rat des SEK wird die politisch Verantwortlichen in ihren Massnahmen unterstützen, die unser Land weiterhin für bedrohte Asylsuchende offenhalten.

Verfasser: 
SEK - Rat