UNO-Beitritt: Kirchen über Zustimmung erleichtert

Der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK wie die Schweizer Bischofskonferenz SBK sind erleichtert und erfreut über den Entscheid der Stimmberechtigten, dass die Schweiz der UNO beitreten kann. Auch im Vorfeld der Volksabstimmung hatten sich die beiden Landeskirchen stets für den Beitritt der Schweiz zur Völkergemeinschaft ausgesprochen.

Das christliche Engagement für Gerechtigkeit und Frieden sowie Schöpfungsbewahrung findet sich auch in den Zielsetzungen der UNO wieder. Das haben die Kirchenleitungen mit der gemeinsamen Schrift «die Kirchen und die UNO» vor der Abstimmung hervorgehoben.

Die meisten heutigen Probleme haben weltweites Ausmass und werden daher in der UNO behandelt. Die schweizerische Aussenpolitik hat Schwerpunkte bei den Menschenrechten und humanitären Verpflichtungen. Der Beitritt zur UNO stärkt in diesem Bereich den Einfluss unseres Landes.

Zustimmung äusserten stets auch die kirchlichen Werke HEKS und Caritas aus ihrer Sicht der internationalen Hilfstätigkeit - sie bezeichnen die UNO als «das grösste Hilfswerk der Welt», weshalb das Mitwirken der Schweiz unerlässlich sei.

Es ist den Landeskirchen ein Anliegen, den Sorgen und Bedenken der Nein-Stimmenden bei der künftigen Zusammenarbeit mit der UNO Beachtung zu schenken: sie erwarten, dass sich die Schweiz in der UNO dafür einsetzt, dass auch die Stimmen kleinerer Staaten im internationalen Konzert gebührend gehört werden.

Verfasser: 
SEK/SBK