Evangelischer Kirchenbund nun auch in Genf

Nach nur halbjähriger Planungszeit konnte der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) am vergangenen Montag sein Verbindungsbüro in Genf eröffnen. Von der Einrichtung eines zweiten Standorts neben Bern verspricht sich der SEK eine Stärkung seiner Kontakte zu den internationalen ökumenischen Institutionen sowie mit den Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, die sich in Genf befinden.

Rund 30 Gäste waren zur Eröffnungsfeier des Verbindungsbüros gekommen. Neben Mitarbeitern des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), des Reformierten Weltbundes (RWB) und der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) waren dies vor allem Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirchen der Suisse romande sowie Mitglieder des SEK-Rates.

Einhellig betonten Thomas Wipf (Ratspräsident SEK), Gottfried W. Locher (Leiter Aussenbeziehungen SEK), Konrad Raiser (Generalsekretär ÖRK), Setri Nyomi (Generalsekretär RWB), Hartmut Lucke (RWB) und Jean-Marc Boulgaris (Leiter der ständigen Vertretung der Schweiz bei der UNO) in ihren Ansprachen die Wichtigkeit, nun auch physisch vor Ort präsent zu sein – und dies nicht nur in vereinzelten Konferenzen und Arbeitsmeetings, sondern konstant. Begrüsst wurde die sich mit dem Büro bietende Möglichkeit, Sitzungen des SEK mit Vertretern internationaler Organisationen auf dem Platz Genf abzuhalten. Das damit einhergehende Vorhaben, sich mehr an die UNO und ähnliche Organisationen anlehnen zu wollen, befürwortete Boulgaris explizit. Dieses Büro, wenn auch sehr klein, sei – so waren sich die Redner einig – ein Zeichen mehr dafür, wie sehr sich der SEK dem ÖRK, aber auch dem RWB und der KEK verbunden fühle.