Rat der Religionen: Mandat als Dialogplattform für religionspolitische Fragen bestätigt

Besprechung zwischen Spitzenvertreter der Kirchen und Religionsgemeinschaften abrahamitischer Tradition

Die Spitzenvertreter der Kirchen und Religionsgemeinschaften abrahamitischer Tradition haben sich am 3. November 2004 in Bern zu ihrer zweiten Sitzung getroffen: Pfarrer Thomas Wipf, Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds SEK; Bischof Amédée Grab, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz SBK; Fritz-René Müller, Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz; Prof. Dr. Alfred Donath, Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds SIG sowie Dr. Farhad Afshar, Präsident der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz KIOS.

An der Besprechung wurde grundsätzlich bestätigt, dass die Bildung einer Dialogplattform der christlichen Kirchen, der jüdischen und muslimischen Glaubensgemeinschaften ein Gebot der Stunde ist. Die Teilnehmenden wollen im Hinblick auf die Bildung eines Schweizerischen Rates der Religionen weiter im Gespräch bleiben.

Bei der Beratung über den schriftlich vorliegenden Entwurf eines Mandats für den Schweizerischen Rat der Religionen wurde festgehalten:

Fünf prioritäre Zielsetzungen sollen bei der Bildung eines Schweizerischen Rates der Religionen verfolgt werden:

  • Beitrag zum Erhalt des religiösen Friedens in der Schweiz,
  • Verständigung unter den Teilnehmenden über die gemeinsamen Anliegen,
  • Vertrauensbildung zwischen den Religionsgemeinschaften,
  • Dialog zu aktuellen religionspolitischen Fragestellungen,
  • Ansprechmöglichkeit für Bundesbehörden in diesen Fragen.
  • Die Anwesenden haben beschlossen, ein nächstes Treffen zu vereinbaren.

Auskünfte bei Medienanfragen:

Sekretariat für das Treffen der Präsidenten der Kirchen und Religionsgemeinschaften abrahamitischer Tradition: Pfarrer Markus Sahli, Leiter Innenbeziehungen SEK, Tel. 031 370 25 23