Die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes in St. Gallen

Wiederwahl des Rates und des Präsidenten, Pfarrer Thomas Wipf

Die Delegierten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) halten auf Einladung der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen ihre Sommer-Abgeordnetenversammlung (AV) vom 18. bis 20. Juni in St. Gallen ab. Die Nationale Versammlung der evangelischen Kirchen bestätigte den Präsidenten des Rates SEK, Pfarrer Thomas Wipf im Amt, sowie die acht weiteren Ratsmitglieder, die sich für die Amtszeit 2007 bis 2010 zur Wiederwahl gestellt hatten.

Pfarrer Thomas Wipf, Winterthur, wird ab Januar 2007 für eine dritte Legislatur den Rat – das Exekutivorgan des SEK – präsidieren. Seit Beginn des Jahres 1999 nimmt Wipf diese Funktion vollamtlich wahr. Bekannt als Initiator unter anderem des Open Forum Davos und der Gründung eines Rates der Religionen, dessen Präsidium er inne hat, vertritt Wipf auch den Schweizer Protestantismus in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) sowie bei der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK).

Die weiteren acht Mitglieder des Rates SEK, die sich zur Wiederwahl für die Amtszeit 2007 bis 2010 gestellt haben, sind Helen Gucker-Vontobel (ZH), Silvia Pfeiffer (SH), Irène Reday (GE), Kristin Rossier Buri (Pfarrerin, VD), Ruedi Heinzer (Pfarrer, BE), Karl Kohli-Grenacher (TG), Peter Schmid-Scheibler (BL) und Urs Zimmermann (Pfarrer, AG).

In den vergangenen Jahren ist der Rat SEK insbesondere durch Stellungnahmen zu theologischen, ethischen und sozialpolitischen Fragen wie zu Abendmahl, Wiedertaufe, Globalisierung (mit seinem Dokument «Globalance»), Fristenregelung, gleichgeschlechtliche Partnerschaft, Sonntagsarbeit sowie natürlich zur Asyl- und Ausländergesetzgebung in Erscheinung getreten. Der Rat SEK hat zudem das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) und Brot für alle (BFA) in Stiftungen umgewandelt sowie Abkommen mit den Missionsorganisationen unterzeichnet, die es den Mitgliedkirchen des SEK erlauben, die Strategie der Werke und Missionsorganisationen direkt an der AV festzulegen.

Ein Schwerpunkt der neuen Legislatur wird die Revision der Verfassung als Weichenstellung für die Zukunft des SEK sein. «Die Frage wird sein, welche Rolle und Aufgabe die Gemeinschaft evangelischer Kirchen in der Schweiz, der Kirchenbund, hat in der gegenseitigen Unterstützung und Förderung, in der verbindlichen Zusammenarbeit der in sich so vielfältigen Mitgliedkirchen und als evangelische Zeugnis- und Dienstgemeinschaft in unserem Land», so Wipf in seinem Wort an die Abgeordneten.

Die Beratungen der nationalen Versammlung der evangelischen Kirchen setzen sich bis Dienstag, 20. Juni, in St. Gallen fort.

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