Die Abgeordnetenversammlung unterstützt die Positionen des Rates SEK zum Asyl- und zum Ausländergesetz

Vom 18. bis 20. Juni sind in St. Gallen die Delegierten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) zu ihrer Sommer-Abgeordnetenversammlung zusammengekommen. Nach einer ausführlichen Debatte hat die nationale Versammlung der evangelischen Kirchen die vor kurzem publizierte gemeinsame Stellungnahme des Rates SEK, der Bischofskonferenz (SBK) und des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG) zum Asylgesetz sowie die Stellungnahme des Rates SEK zum Ausländergesetz mit einer Deklaration klar unterstützt.

«Die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) befürchtet bei Annahme des Asylgesetzes eine weitere Verschärfung der Asylpraxis des Bundes, und einen Abbau der Rechte der schutzbedürftigen Asylsuchenden. Damit würde der Zugang zur Schweiz als Asylland für Hilfesuchende weiter begrenzt.

Das Ausländergesetz regelt viele Bereiche neu und klarer. Es weist aber auch zahlreiche Mängel auf. Es behandelt nicht alle Ausländer gleich. Es bringt keine Verbesserung für die Integration der Ausländer. Es verschärft die Zwangsmassnahmen. Es schützt die Gewaltopfer zuwenig. Es regelt den Familiennachzug zu streng. Es bringt auch keine Lösung für die Sans-Papiers in der Schweiz.

Das Evangelium Jesu Christi ruft Christinnen und Christen zur Verwirklichung von mehr Mitmenschlichkeit (Nächstenliebe). Die beiden Vorlagen tragen dazu nur wenig bei. Die Abgeordnetenversammlung des SEK bittet die Schweizer Bevölkerung die Argumente bei der Abstimmung am 24. September 2006 zu berücksichtigen.»

Deklaration der Abgeordnetenversammlung herunterladen

mehr über die Abgeordnetenversammlung