Kirchen lancieren eine Wegleitung zum schweizerischen Sozialzeitausweis

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) und die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) haben eine Wegleitung der Kirchen zum Schweizerischen Sozialzeitausweis erarbeiten lassen. Damit soll die Aufmerksamkeit für den Sozialzeitausweis bei den Verantwortlichen für Freiwilligenarbeit in Kirchen und kirchennahen Organisationen erhöht werden.

Kern der Wegleitung zum Sozialzeitausweis ist eine elektronische Arbeitshilfe auf www.kirchen.ch/sozialzeitausweis, die für eine grosse Anzahl von freiwilligen Tätigkeiten in den Kirchen und kirchennahen Organisationen Textbausteine zur Verfügung stellt. Mit diesen Textbausteinen können Personen, die sich freiwillig engagieren, Einsätze bestätigen und Schlüsselkompetenzen nachweisen lassen. Diese Schlüsselkompetenzen können unterstützend wirken bei der Suche nach einer Lehrstelle, beim Wiedereinstieg in den Beruf, bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz in einer Bildungseinrichtung oder bei einem Stellenwechsel.

Mit dieser Initiative greifen die Kirchen ein Anliegen auf, das in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und seinen Niederschlag im neuen Berufsbildungsgesetz des Bundes gefunden hat: die Dokumentation und Anerkennung von Fähigkeiten und Kenntnissen, die ausserhalb der formalen Sektoren von Bildung und Erwerbsarbeit erworben werden.

Begleitend zum Arbeitsinstrument auf dem Internet ist eine zwölfseitige Broschüre zum Sozialzeitausweis erschienen, welche die Verantwortlichen in den Kirchen und kirchennahen Organisationen auf die Bedeutung von freiwilligem Engagement und auf die Sorge für gute Rahmenbedingungen hinweist. Einleitend würdigen die Präsidenten der SBK, Bischof Amédée Grab, und des Rates SEK, Pfarrer Thomas Wipf, das grosse Engagement von Freiwilligen: « Heute ist es wichtig, nicht nur freiwillig für ‹Gottes Lohn› zu arbeiten, sondern auch einen anerkannten Nachweis für dieses Engagement in den Händen zu halten. Weil unsere Kirchen und kirchennahen Verbände eine starke Tradition der freiwilligen Mitarbeit kennen, ist es für uns wichtig, auf gute Rahmenbedingungen zu achten, damit auch in Zukunft freiwilliges Engagement attraktiv bleibt.»

Broschüre herunterladen