Mehr Gehör den christlichen Stimmen in Radio und Fernsehen

Die Delegierten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) haben im Rahmen ihrer Herbst-Abgeordnetenversammlung (AV) eine Deklaration zum Ausscheiden kirchlicher Stimmen aus dem Radioprogramms DRS 1 verabschiedet. Diese Stimmen seien unentbehrlich für die Weiterentwicklung der geistigen Kultur unseres Landes.

Die nationale Legislative der evangelisch-reformierten und der methodistischen Kirchen der Schweiz bedauert, dass im Zuge der Umgestaltung der Sendung «Zum neuen Tag», die auf DRS 1 von Montag bis Samstag jeweils frühmorgens nun unter dem neuen Titel «Morgengeschichte» ausgestrahlt wird, religiöse Inhalte zugunsten von Gruselgeschichten und kurzen Krimis zurückgestellt werden sollen. Anstatt der Redaktion Religion zeichnet denn auch der Bereich Hörspiel und Unterhaltung für die neu konzipierte Sendung verantwortlich.

Die AV stellt fest, dass mit dieser Umgestaltung die einzige regelmässige – wenn auch kleine – Präsenz kirchlicher und biblischer Stimmen aus dem Radioprogramm DRS 1 verschwinde. Die Tatsache, dass in den öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehprogrammen aller drei schweizerischen Sprachregionen vergleichbare Programmänderungen diskutiert würden oder bereits durchgesetzt worden seien, stehe im Widerspruch zur wachsenden Bedeutung religiöser Themen in der Öffentlichkeit. Die Tendenz verkenne den wichtigen Beitrag, den christliche, biblisch orientierte Stimmen in den Medien zu einer sachlichen Diskussion von Werte- und Sinnfragen leisteten. Die AV ruft im Rahmen einer Deklaration den Bundesrat und sein zuständiges Departement sowie die SRG SSR idée Suisse dazu auf, den christlichen Stimmen die ihnen diesbezüglich gebührende Berücksichtigung zu sichern.

Die sich zweimal jährlich treffende nationale Legislative der evangelisch-reformierten und der methodistischen Kirchen der Schweiz tagt seit heute im Berner Rathaus und wird morgen Dienstag, 7. November, gegen Mittag enden.

Deklaration der Abgeordnetenversammlung lesen