Mitarbeit des SEK in Strassburg

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) wird künftig mit einem Repräsentanten bei der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) in Strassburg vertreten sein. Dies beschlossen die Delegierten des SEK heute im Rahmen ihrer Herbst-Abgeordnetenversammlung in Bern.

Die Abgeordnetenversammlung stimmte der Entsendung eines Repräsentanten des SEK durch die Kommission der Schweizer Kirchen im Ausland (CHKiA) zu. Damit wird für den Rat SEK eine verstärkte Mitwirkung in der Arbeit der Kommission «Kirche und Gesellschaft» der KEK möglich.

Der SEK stärkt die KEK in ihrem Bemühen, den Religionsgemeinschaften eine zentrale Rolle beim Aufbau Europas als Friedens- und Wertegemeinschaft zuzugestehen und sie in die laufenden Gespräche einzubinden. Der SEK setzt sich für Demokratieförderung im Sinne eines Europas der Regionen, für die Achtung der Menschenrechte und der Menschenwürde insbesondere im Umgang mit Migrantinnen und Migranten, für die Ziele der europäischen Sozialcharta sowie für eine verantwortliche Wirtschaftspolitik der Europäischen Union (EU) als Wertegemeinschaft ein. Die Schaffung einer Stelle bei der KEK erweitert die Möglichkeiten des SEK und seiner Mitgliedkirchen, in den in der Gesellschaft und in den Schweizer Kirchen geführten europäischen Diskurs einzugreifen und sich zu Wort zu melden.

Die KEK umfasst alle protestantischen, anglikanischen, christkatholischen und orthodoxen Kirchen Europas und ist der anerkannte Partner im Dialog mit den europäischen Institutionen in Brüssel und Strassburg. Über die KEK bringen die Kirchen ihre Interessen und ihren Beitrag zur Wertediskussion beim Bau der EU und in den Europarat ein.

Die sich zweimal jährlich treffende nationale Legislative der evangelisch-reformierten und der methodistischen Kirchen der Schweiz tagt seit gestern im Berner Rathaus und wird heute gegen Mittag enden.