Open Forum Davos 2007: Die Debatte geht weiter

Der Saal war stets überfüllt. Die zahlreichen Teilnehmenden haben die Plattform des fünften Open Forum Davos mit seinen sieben Podiumsgesprächen genutzt, um engagiert mit den Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Politik, Kirche und Zivilgesellschaft zu disputieren. In den Debatten wurden Forderungen zu Themen wie Spitzenlöhne, Nachhaltigkeit und multikulturelle Gesellschaft laut und Lösungsvorschläge entwickelt.

Das Open Forum Davos hat erneut eine Plattform für eine öffentliche Diskussion zu Themen der globalisierten Gesellschaft geboten. Der Brückenschlag zwischen einer engagierten Zivilgesellschaft und den Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus Wirtschaft, Politik und Kirche ist dem Schweizerischen Evangelische Kirchenbund (SEK) und dem World Economic Forum (WEF) damit zum fünften Mal gelungen. Die aktive Beteiligung der Teilnehmenden hat einmal mehr das große Bedürfnis nach kontroversem Dialog bewiesen. Schüler und Politikerinnen, Touristen und WEF-Teilnehmende, lokale Bevölkerung und Weitgereiste haben mit ihrer engagierten Beteiligung zum Ausdruck gebracht, dass sie die auf den Panels diskutierten Fragen betreffen.

Während der sieben Debatten wurden konkrete Lösungsvorschläge zu wesentlichen Herausforderungen der Gegenwart erörtert. So waren sich die Teilnehmenden des kontroversen Auftaktpanels zu Spitzenlöhnen darin einig, dass die Auszahlung von «exorbitanten Abgangsentschädigungen» nicht vertretbar sei. Der SEK hatte im Vorfeld ein entsprechendes Impulspapier publiziert. Zum Thema Nachhaltigkeit wurde die Forderung nach einem «revolutionären Umdenken» in der Energienutzung laut. Schliesslich wurde im Panel zur multikulturellen Gesellschaft deutlich: Das Zusammenspiel von Politik, Religion und Ökonomie kann nur durch das ehrlich geführte Gespräch aller funktionieren. «Wir haben keinen Grund, die Begegnung zu fürchten», wie es die Schweizer Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey auf dem Podium klar formulierte. Dafür steht das Open Forum.

Um diese Bewegung zu bewahren, sehen die Organisatoren SEK und WEF vor, das Open Forum weiterzuführen. «Wenn wir nur mit denen sprechen, die ähnlich denken – im WEF und in der Öffentlichkeit – dann sehen wir uns eher bestätigt als dass wir herausgefordert werden. Bitte diskutieren Sie weiter.» So der Präsident des Rates SEK Thomas Wipf zur Zukunft des Open Forum.

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