Schweizer Reformierte diskutieren Ordination

Die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) hat gestern in Bern die Zukunft der Ordination in den Schweizer reformierten Kirchen diskutiert.

Die Abgeordnetenversammlung (AV) hat die vom Rat SEK vorgelegte Position «Ordination in reformierter Perspektive» zur Kenntnis genommen. Der Rat SEK empfahl den Mitgliedkirchen, nur zum Pfarrdienst zu ordinieren. Für die anderen kirchliche Dienste wie den diakonischen, katechetischen und kirchenleitenden Dienst findet eine Beauftragung statt. Wo in einer Mitgliedkirche des SEK jetzt schon zum diakonischen Dienst ordiniert wird, soll dies weiterhin möglich sein.

In den Mitgliedkirchen existieren verschiedene Verständnisse und eine vielfältige Praxis der Ordination. Die Position des Rates SEK soll die Mitgliedkirchen zu einer Diskussion ihres Ordinationsverständnisses ermutigen. Der Rat SEK wurde von der AV beauftragt, diese Überlegungen zu koordinieren. Dadurch will die AV eine Annäherung innerhalb des SEK ermöglichen. Ziel ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Dokumentes zur Ordination der 26 Mitgliedkirchen des SEK.

Die AV begrüsste den Generalsekretär der Evangelischen Kirche am Rio de la Plata, Pfarrer Juan Abelardo Schvindt, in ihrer Mitte. Schvindt überbrachte Grüsse der südamerikanischen Partnerkirchen des SEK und erinnerte an die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen den Kirchen vom Sommer 2007. Die Vereinbarung erstrebe eine «Gemeinsamkeit in Zeugnis und Dienst an den Menschen». Dies helfe dabei, in einem immer schwierigeren Umfeld Antworten auf die Frage nach dem Weg der reformatorischen Kirchen zu finden.

Ausserdem bestätigte die AV den bisherigen Präsidenten des Stiftungsrates der Stiftung Brot für alle BFA, Ulrich Siegrist, für die Amtsdauer 2008-2011.

Die Abgeordnetenversammlung AV ist das Parlament (Legislative) des SEK. Sie tritt zwei Mal pro Jahr zusammen, im Juni als Gast einer Mitgliedkirche, im November in Bern. Die Mitgliedkirchen sind mit 70 Abgeordneten vertreten, die Diakonie- und die Frauenkonferenz stellen je zwei Delegierte mit Rede- und Antragsrecht.

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