Der Reformierte Weltbund zu Gast in Bern

Spitzenvertreter des Reformierten Weltbundes und des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes treffen sich vom 10.-12. Oktober in Bern. Auf der Tagesordnung der Gespräche steht das Calvin-Jubiläum 2009 sowie die sich neu bildende „Weltgemeinschaft reformierter Kirchen“.

Der Reformierte Weltbund (RWB) zu Gast beim Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) und in den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Clifton Kirkpatrick, RWB-Präsident, sowie Setri Nyomi, RWB-Generalsekretär, treffen vom 10.-12. Oktober auf eine Delegation des SEK, bestehend aus Ratspräsident Thomas Wipf, dem Leiter der Abteilung Kirchenbeziehungen Serge Fornerod sowie Gottfried Locher, dem Repräsentant des SEK im RWB-Präsidium und Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn.

Die Teilnehmenden der Gespräche am Sitz des SEK in Bern treffen letzte Absprachen für die Eröffnungsfeier des Calvinjahres, die am 2. November an der Reformationsmauer in Genf stattfinden wird. Zur Eröffnungsfeier wird sich auch die internationale Internetseite www.calvin09.org mit neuen Funktionen und Bereichen präsentieren.

Das Spitzengespräch thematisiert ausserdem die „Weltgemeinschaft reformierter Kirchen“, die sich 2010 aus dem Zusammenschluss des RWB und des Reformierten Ökumenischen Rates (REC) bilden und mehr als 80 Millionen reformierte Christen aus aller Welt vertreten wird. Erst vor wenigen Tagen hatten Vertreter von RWB und REC in Utrecht einen Vorschlag für die Statuten der Zusammenlegung bestimmt und unter anderem auch das zukünftige Logo der Weltgemeinschaft vorgestellt.

Für den Ratspräsidenten SEK, Thomas Wipf, bedeutet die Weltgemeinschaft reformierter Kirchen einen „grossen Schritt auch für den SEK und seine Mitgliedkirchen“. Eine vertiefte Gemeinschaft verhelfe den reformierten Kirchen zu weiterer innerer Einheit, so Wipf. „Ein selbstbewusster Zusammenschluss der Reformierten weltweit erleichtert ausserdem die Dialoge mit den anderen protestantischen Bünden“, betonte Wipf mit Blick auf die künftigen Statuten der Weltgemeinschaft. In diesem Sinne danke der SEK dem RWB für das „wertvolle Zeichen“, die Schweizer Kirchen mit dem Besuch in Bern als wichtigen Partner ernst zu nehmen.

Am morgigen Sonntag besucht die RWB-Delegation ausserdem die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn mit einem Gottesdienst in der Berner Johannes-Kirche. Ein anschliessendes Gespräch wird einen Blick auf den Weg des RWB seit der vergangenen Vollversammlung 2004 in Accra werfen.