Gerechtigkeit für künftige Generationen

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) präsentiert mit der Studie «Energieethik» Leitgedanken für ein zukunftsfähiges Energiesystem. Der SEK plädiert für die «2000-Watt-Gesellschaft» und für einen spirituellen Umgang mit der Energiekrise.

Vieles deutet auf das Ende eines Energiezeitalters hin. Klimawandel, Anstieg der Rohölpreise sowie der weltweite «neue Kalte Krieg» um Energieressourcen alarmieren. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) präsentiert nun mit seiner Studie «Energieethik» Leitgedanken für ein zukunftsfähiges Energiesystem.

Die Studie beginnt mit einer ausführlichen Bestandsaufnahme der energiewirtschaftlichen und energiepolitischen Situation der Schweiz. Die spezifische Position des SEK wird durch eine fundamentale Erkenntnis eingeleitet: Energiepolitik muss sich an grundlegenden ethischen Kriterien messen lassen, die zu verantwortungsbewussten Entscheidungen führen. Auch künftige Generationen sollen frei sein, über ihre Energiepolitik zu entscheiden. Unter diesem Blickwinkel stellt der SEK auch die Frage nach der Anwendung politischer Steuerungsinstrumente.

Die Studie behandelt vor allem auch die spirituelle Dimension der Energiekrise. Die Erfahrung von Verlust und Endlichkeit legt den Bezug zur menschlichen Grunderfahrung der Trauer nahe. Entsprechend teilt die Studie den Weg durch die Energiekrise in verschiedene Trauerphasen. Am Ende steht die Zuversicht, mit einer als begrenzt akzeptierten Energie innovative Wege aus der Krise zu finden.

In diesem Zusammenhang prüft die «Energieethik» des SEK die verschiedenen Energieszenarien des Bundesamtes für Energie und plädiert für die «2000-Watt-Gesellschaft». Nur diese verbindet eine ethisch verantwortbare Zielformulierung mit konsequenten Veränderungen in allen betroffenen gesellschaftlichen Bereichen.

Hinweis: Die SEK-Studie 1 «Energieethik. Unterwegs in ein neues Energiezeitalter – Nachhaltige Perspektiven nach dem Ende des Erdöls» kann ab 9. Mai unter www.sek.ch/shop heruntergeladen oder für CHF 15.- bestellt werden. Beachten Sie dort zu dem Thema auch die aktuelle Ausgabe unserer Zeitschrift «bulletin».

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