Open Forum Davos: Andersdenkende kommen zu Wort

Das sechste Open Forum Davos wurde erfolgreich abgeschlossen. Bis zu vierhundert Gäste haben sieben öffentliche Debatten verfolgt und mitgestaltet. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) und das World Economic Forum haben angekündigt, auch im kommenden Jahr das Open Forum Davos durchzuführen.

Das Open Forum Davos ist auch in seiner sechsten Ausgabe erfolgreich verlaufen. «Die Debatten waren kontrovers, offen und beharrlich», bilanziert Thomas Wipf, Präsident des Rates SEK. «Zu verdanken haben wir dies neben den Panelisten vor allem der Öffentlichkeit, die auch 2008 die Debatten engagiert mit gestaltet hat.»

Das Open Forum Davos ermöglicht den offenen und kritischen Dialog. In diesem Jahr standen sieben Themen auf dem Programm. Die Panelisten, die jeweils zur Hälfte vom SEK und zur Hälfte vom Weltwirtschaftsforum eingeladen waren, sorgten durch ihre fundierte Innenperspektive für spannende Debatten. Das Publikum sensibilisierte durch gezielte Fragen und Statements die auf dem Panel vertretenen Spitzen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. So setzte sich die Debatte über die «Rückkehr des Religiösen» auch mit der Schweizer «Minarettinitiative» auseinander. Die Panels zur Zukunft der USA und Russlands zeigten, dass zu einem vollen Erfassen einer Problemlage das unvoreingenommene Anhören aller Seiten nötig ist.

Bundespräsident Pascal Couchepin betonte schon während seiner Eröffnungsrede des parallel stattfindenden Weltwirtschaftsforums die Bedeutung des Open Forum Davos. Hier sei der Ort geschaffen, wo Andersdenkende zu Wort kommen könnten.

Das Open Forum Davos wird auch im kommenden Jahr wieder durchgeführt. Weiterhin geöffnet bleibt die Internetplattform www.openforumdavos.ch. Dort können neben anderem Videoaufzeichnungen der Panels angesehen sowie Themenvorschläge für das kommende Open Forum Davos abgegeben werden.

Mehr auf www.openforumdavos.ch