Für eine gute Zukunft der Konferenz Europäischer Kirchen

Der ökumenische Dialog und die Vertretung der Kirchen gegenüber den europäischen politischen Institutionen sind für den SEK die Hauptaufgaben der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK). Auf der kommenden KEK-Vollversammlung in Lyon fordern die Schweizer Kirchen dafür eine thematische Konzentration und eine organisatorische Veränderung.

„Damit die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) eine gute Zukunft hat, muss sie sich thematisch konzentrieren und organisatorisch verändern“, so Thomas Wipf, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK). „Sie ist auch fünfzig Jahre nach ihrer Gründung eine absolut notwendige ökumenische Institution.“

Als Leiter einer 18-köpfigen Delegation vertritt Wipf den SEK in der Vollversammlung der KEK vom 15.-21. Juli im französischen Lyon. Für die Schweizer Kirchen besteht der besondere Verdienst der KEK in der Friedensarbeit in den Konflikten der vergangenen 50 Jahre. „Impulse aus der Konferenz haben zum Beispiel zur Gründung der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa KSZE geführt“, so Wipf. Durch die politische Arbeit der KEK hätten die Mitgliedkirchen zudem gelernt, sich in sozialethischen und gesellschaftspolitischen Fragen gemeinsam zu äussern.

Hauptaufgaben der Konferenz sind für die Schweizer Kirchen der ökumenische Dialog mit der römisch-katholischen Kirche und unter den Mitgliedkirchen des Ökumenischen Rates der Kirchen sowie die Vertretung der kirchlichen Anliegen gegenüber den europäischen politischen Institutionen. An dieser Stelle hat der SEK mit der Einrichtung einer Beauftragtenstelle im Strassburger KEK-Büro sein Engagement in der Konferenz verstärkt.

Die KEK sollte sich mit mehr Gewicht auf weniger Themen und Ziele konzentrieren, sind die Schweizer Kirchen überzeugt. Zudem sollte in Lyon auch die Struktur der Zusammenarbeit der verschiedenen Gremien und Kommissionen kritisch überprüft werden. Schliesslich gehe es auch darum, den protestantischen Beitrag in der Konferenz zu verstärken, so Wipf. Als notwendige Ergänzung zur KEK sei die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) dabei ein Ort der theologischen und ethischen Reflexion für die protestantischen Kirchen.