SEK gibt Handlungsempfehlungen zur Taufe

Der Rat SEK legt der Abgeordnetenversammlung Empfehlungen für die Taufhandlung vor und wird beauftragt, Formulierungsvorschläge für Kirchenordnungstexte zum Thema Taufe zu entwickeln.

Der Rat SEK empfiehlt seinen Mitgliedkirchen, die formalen Voraussetzungen für eine Taufe kirchenrechtlich zu regeln sowie Formulierungen für die Kirchenordnung zu prüfen, die den Zusammenhang von Taufe und Kirchenmitgliedschaft verdeutlichen. Zur Taufe eines Mündigen gehöre der Besuch eines Vorbereitungskurses und der Eintritt in die reformierte Kirche. Bei der Taufe von Kleinkindern sollte mindestens ein Elternteil Mitglied der evangelischen Kirche sein. Zudem brauche es eine angemessene Vorbereitung der Eltern auf die Taufe und ihre Verpflichtung auf christliche Erziehung. Voraussetzung für die Wahl der Paten soll sein, dass mindestens ein Pate oder eine Patin einer christlichen Kirche angehört.

Mit diesen Empfehlungen hat der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) gestern seiner Abgeordnetenversammlung das Positionspapier „Die Taufe in evangelischer Perspektive“ vorgelegt. Darin stellt er die verschiedenen Aspekte einer evangelischen Taufe zusammen und gibt Empfehlungen für die Praxis der Taufe. Damit soll die Diskussion unter den Mitgliedkirchen SEK angeregt, eine erste Orientierung gegeben und ein gemeinsames Verständnis von Lehre und Praxis der Taufe gefördert werden.

Die Taufe ist Gegenstand intensiver Diskussionen. In der Öffentlichkeit wird die Einforderung des Versprechens einer christlichen Erziehung teils als Zumutung für die Eltern und Paten empfunden. Ebenso wird der Respekt vor der eigenen weltanschaulichen Entscheidung des Heranwachsenden als Argument gegen die Taufe Unmündiger angeführt. Innerkirchlich wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Taufe die Voraussetzung zum Empfang des Abendmahles ist.

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