SEK spricht HEKS sein Vertrauen aus

In seiner Antwort auf eine Interpellation betreffend der „Petition für ein politisch engagiertes und prophetisches HEKS“ hat der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) dem HEKS sein Vertrauen ausgesprochen. Er appelliert an die Mitgliedkirchen, die Diskussionen in konstruktive Bahnen zu lenken.

Am 15. Juni 2009 hat das „Komitee für ein politisch engagiertes und prophetisches HEKS“ der Abgeordnetenversammlung eine Petition übergeben. Die Petitionäre werfen dem Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) einen „schleichenden Kurswechsel“ vor. Sie fordern ein verstärktes politisches Engagement und erwarten vom HEKS ein theologisch begründetes prophetisches Wächteramt.

Anlässlich der Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) hat der Rat SEK eine Interpellation der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich zu dieser Petition beantwortet. Die in der Petition genannten Themen sind bereits heute ein Bestandteil der Arbeit von HEKS. Der Rat SEK bedauert, dass die Petitionäre ihre Anliegen bisher primär über die Medien vorgebracht haben. Der Schaden durch das einseitig gezeichnete Bild des HEKS sei noch nicht abzusehen. Der Rat wünscht sich eine konstruktive Form des Dialogs und ruft alle Beteiligten zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Kritik auf.

Die Mandate für die Tätigkeiten des HEKS werden durch die Abgeordnetenversammlung des SEK beschlossen. Jeder Kurswechsel würde von den Vertretern der Mitgliedkirchen entschieden und wäre somit identifizierbar. Der Rat SEK berät das HEKS in den theologischen, sozialethischen und kirchenpolitischen Grundsätzen für die Mandatsausübung. Durch die „auf Friedensförderung und Konfliktbewältigung ausgerichteten Projekte“ (HEKS-Strategie 2008-2012) sieht der Rat SEK im HEKS einen politisch engagierten und prophetischen Partner.

Der SEK spricht dem Stiftungsrat des HEKS das Vertrauen aus. An die Mitgliedkirchen appelliert der Rat, alle Möglichkeiten zu nutzen, um dem HEKS die notwendige Unterstützung zu geben.

“Wir sind HEKS!”, so Thomas Wipf. „Als Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirchen der Schweiz sind wir mit verantwortlich für unser Hilfswerk“. Dies liege bereits im Namen des HEKS begründet, so Wipf weiter. Durch mediale Grabenkämpfe sei dem Hilfswerk nicht geholfen.

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