"Wir haben die KEK für die Zukunft gerüstet"

Der Ratspräsident des SEK Thomas Wipf wurde erneut in das Leitungsgremium der Konferenz Europäischer Kirchen gewählt. Die KEK steht vor grossen inhaltlichen und strukturellen Änderungen, so Wipf.

Die Schweizer Kirchen sind erneut im Leitungsgremium der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) vertreten. Gestern wählte die Vollversammlung der 126 Kirchen der KEK den Ratspräsidenten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), Pfarrer Thomas Wipf, in den Zentralausschuss. Ebenso gewählt wurde Carole Soland Faessli aus der Christkatholischen Kirche der Schweiz.

In einer ersten Reaktion gab Wipf ein insgesamt positives Echo. „Die KEK steht vor grossen inhaltlichen und strukturellen Veränderungen“, so Wipf. Angesichts einer schwierigen Gesamtsituation sei die Einsetzung einer Gruppe zur grundlegenden Überarbeitung der KEK ein wichtiger Schritt gewesen. Die Schweiz wird dort durch die neue Präsidentin der Genfer Kirche Charlotte Kuffer vertreten. Zudem wird die nächste Vollversammlung zwei Jahre früher als geplant bereits 2013 stattfinden, um über die Reformen zu entscheiden. Die Vollversammlung hat der KEK-Leitung ausserdem empfohlen, nicht mehr als drei strategische Ziele für die Arbeit der nächsten Jahre zu definieren. Die Schweizer Delegation hatte gemeinsam mit anderen Kirchen vor der Vollversammlung eine strategische Neuausrichtung der KEK gefordert. Wipf: „Wir haben die KEK für die Zukunft gerüstet.“

Erfreut zeigte sich Wipf über die „gelungene Begegnung fast aller europäischer Kirchen, Kulturen und politischen Situationen“ in Lyon. In aller Unterschiedlichkeit habe man sich auf einen gemeinsamen Themenkatalog angesichts der Herausforderungen in Europa heute einigen können. „Die Kirchen der KEK haben in den letzten fünfzig Jahren einen grossen Beitrag daran gehabt, die politischen Grenzen in Europa zu überwinden. Sie haben wichtige Versöhnungsarbeit geleistet - bis zum Fall des Eisernen Vorhanges, und danach. In Lyon wurden die richtigen Schritte begonnen, um dies auch für die Zukunft zu gewährleisten“, resümierte Wipf.

Die 13. Vollversammlung der KEK tagte vom 15.-21. Juli in Lyon (F). Der dort gewählte Zentralausschuss leitet die Geschäfte der KEK zwischen den Vollversammlungen. Auf seiner ersten Sitzung im Dezember wählt der Zentralausschuss ein dreiköpfiges Präsidium aus seiner Mitte.