Die Reformierten gründen weltweite Gemeinschaft

Die sich morgen gründende „Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen“ umfasst 80 Millionen Reformierte Christen in über 200 Kirchen. Der SEK vertritt die Schweizer reformierten Kirchen bei der Gründungsversammlung vom 18.-28. Juni in Grand Rapids (USA).

Am 18. Juni 2010 schliessen sich in Grand Rapids der Reformierte Weltbund RWB und der Reformed Ecumenical Council REC zur „Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen“ WRK zusammen. Die Neugründung bildet den Auftakt zur Generalversammlung der weit über 200 Kirchen aus über 100 Ländern.

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK wird durch eine insgesamt 22-köpfige Delegation vertreten, unter anderem mit Ratspräsident Thomas Wipf und dem designierten Ratspräsidenten Gottfried W. Locher. Für Thomas Wipf bedeutet der Zusammenschluss einen „theologischen Meilenstein“, da sich die WRK-Kirchen gegenseitig Taufe und Mitgliedschaft anerkennen und einander Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft gewähren werden. Erfreut zeigte sich Wipf über die schon vor der Versammlung getroffene Entscheidung des WRK, seinen Sitz im Ökumenischen Zentrum in Genf anzusiedeln.

Mit der „Ökumenischen Wassererklärung“ hatten Kirchen aus der Schweiz und Brasilien 2005 Wasser als Menschenrecht und öffentliches Gut erklärt. „Die Delegation wird sich dafür einsetzen, dass die WRK ihre Mitglieder auffordert, sich der Wassererklärung anzuschliessen und die darin festgehaltenen Verpflichtungen umzusetzen“, so Wipf. Weiter werde sich die Delegation dafür einsetzen, dass die WRK „die Diskriminierung, Bedrohung und Verfolgung von Christen in verschiedenen Ländern dieser Welt öffentlich verurteilt“, betonte der SEK-Ratspräsident.

Hinweis: Die vereinigende Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen WRK findet vom 18.-28. Juni 2010 in Grand Rapids (USA) statt. Informationen zur Schweizer Delegation auf www.sek.ch. Alle Informationen zur Generalversammlung auf www.reformedchurches.org.