Gottfried W. Locher neuer SEK-Ratspräsident ab 2011

Die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes hat heute Pfarrer Dr. Gottfried W. Locher zum Ratspräsidenten für die Amtszeit 2011-2014 gewählt.

Pfarrer Dr. Gottfried W. Locher ist vollamtlicher Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK für die Amtszeit 2011 bis 2014. In dieses Amt wählte ihn heute, 14. Juni, die Abgeordnetenversammlung des SEK in Herisau (AR). Locher tritt die Nachfolge von Pfarrer Thomas Wipf an, der Ende 2010 nach zwölf Jahren zurücktritt.

Das Resultat stand nach dem 2. Wahlgang fest. Es entfielen 38 Stimmen auf Locher und 31 auf David A. Weiss. Bereits nach dem 1. Wahlgang zog Didier Halter seine Kandidatur zurück. Vorgeschlagen wurde Locher durch die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn.

Locher leitet seit 2006 das Institut für Ökumenische Studien der Universität Freiburg. Seit 2008 ist er auch Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Zuvor war Locher seit 2000 als Ökumenebeauftragter und von 2001-2005 als Leiter der Abteilung Aussenbeziehungen im SEK tätig.

Der SEK vertritt 26 evangelische Kirchen mit rund 2,4 Millionen Protestanten in der Schweiz. Präsident und Rat SEK sind Gesprächspartner der Bundesbehörden sowie nationaler säkularer und religiöser Organisationen. Auf internationaler Ebene vertreten sie die SEK-Mitgliedkirchen insbesondere im Ökumenischen Rat der Kirchen ÖRK, im Reformierten Weltbund RWB, in der Konferenz Europäischer Kirchen KEK und in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE.

Die Abgeordnetenversammlung AV ist das Parlament (Legislative) des SEK. Sie tritt zwei Mal pro Jahr zusammen, im Juni als Gast einer Mitgliedkirche, im November in Bern. Die Mitgliedkirchen sind mit 70 Abgeordneten vertreten, die Diakonie- und die Frauenkonferenz stellen je zwei Delegierte mit Rede- und Antragsrecht.