Rechtes Haushalten und faires Spiel

SEK-Präsident Thomas Wipf eröffnete heute das achte Open Forum Davos und präsentierte ein Arbeitspapier des SEK zur Finanz- und Wirtschaftskrise. „Die Schweiz – Sonderling oder Vorbild?“ war das Thema des ersten öffentlichen Panels.

„Die komplexen sachlichen Zusammenhänge und das, was für alle Menschen recht und gerecht ist, sind gleich wichtige Leitprinzipien“. Hiermit eröffnete der Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Pfarrer Thomas Wipf, heute das achte Open Forum Davos.

„Ohne sachgemässe Kompetenz und Einsicht in komplexe Zusammenhänge werden Interventionen von theologisch-ethischer Seite zu moralisierenden Rechthabereien“, betonte Wipf vor der mit über 420 Teilnehmenden überfüllten Aula der Alpinen Mittelschule Davos.: „Ohne menschengerechte sozialethische Grundsätze wird die Wirtschaft zum Tummelfeld von Egoisten.“

Mit seinem Arbeitspapier „Rechtes Haushalten und faires Spiel. Zur Finanz- und Wirtschaftskrise aus kirchlicher Sicht“ lädt der SEK in diesem Jahr in besonderem Masse zur Debatte ein.

Der vorliegende Text bildet den vorläufigen Stand einer Analyse zur Wirtschafts- und Finanzkrise aus ökonomischer und theologisch-ethischer Sicht. In ihm wird die Ursachenanalyse der Finanzkrise mit der Frage nach einer gerechten und nachhaltigen Weltwirtschaftsordnung und nach einem ethisch verantwortlichen Handeln verbunden. Mit dem vorliegenden Text zur Finanz- und Wirtschaftskrise will der SEK in diese öffentliche Debatte seine Positionen und Überlegungen einbringen. Das Papier ist auf der Internetseite www.openforumdavos.ch zum Herunterladen bereit.

Im ersten der sieben öffentlichen Panel diskutierte SF-Moderator Stephan Klapproth unter anderem mit der Schweizer Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer. „Die Schweiz – Sonderling oder Vorbild?“ Das zweite Panel thematisiertiert heute Abend die Konsequenzen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise.

Die Veranstaltungen des Open Forum Davos sind öffentlich und kostenlos. Sie finden in der Aula der Schweizerischen Alpinen Mittelschule, Guggerbachstrasse 3, Davos Platz statt. Diskussionssprachen sind Deutsch und Englisch (Simultanübersetzung). Nach einer ersten Diskussionsrunde unter den Panelisten ist das Publikum jeweils aufgerufen, sie mit kontroversen Fragen und Positionen herauszufordern.

Das Schweizer Fernsehen DRS überträgt auf dem Kanal SF info einzelne Sessions des Open Forums Davos. Alle Informationen sowie eine ausführliche Berichterstattung sind zudem über die Internetseite www.openforumdavos.ch abrufbar. Dort werden die vollständigen Panels auch per Webcast abrufbar sein.