SEK veröffentlicht Studie zu Migrationskirchen

„Neue Migrationskirchen in der Schweiz“ heisst die heute veröffentlichte SEK-Studie mit empirischem Material, theologischen und sozialwissenschaftlichen Überlegungen sowie Handlungsempfehlungen zu den über 300 neuen Migrationskirchen in der Schweiz.

Über 300 verschiedene neue Kirchen wurden bis heute in der Schweiz von christlichen Migrantinnen und Migranten aus Lateinamerika, Afrika und Asien gegründet. Mit der nun vorliegenden Studie „Neue Migrationskirchen in der Schweiz“ leistet der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK einen Beitrag zur differenzierten Wahrnehmung dieses komplexen Phänomens.

Die Studie gibt auf nationaler Ebene erstmals einen Überblick zu Organisationsform, Zahl und Mitgliedern der Migrationskirchen. Anhand theologischer und sozialwissenschaftlicher Fragestellungen wird das Verhältnis zur Gesellschaft allgemein sowie zu den einheimischen Kirchen thematisiert: Die neue, fremde Vielgestalt von Kirche fordert das christliche Verständnis von Gemeinschaft heraus. Welche Chancen bietet eine gelingende Integration für die Vielfalt der protestantischen Kirchengemeinschaft in der Schweiz? Theologisch sensible Punkte wie Gottesdienstpraxis und Mission sowie das Bibel- und Amtsverständnis werden in diese Überlegungen einbezogen.

Unter dem Leitgedanken „Zusammen Kirche sein“ bietet die Studie konkrete Handlungsperspektiven. Im Vordergrund stehen die Förderung der Begegnung mit den Migrationskirchen, eine bessere thematische Vernetzung auf nationaler Ebene sowie die Stärkung der integrativen Funktion von Migrationskirchen für ihre Mitglieder und die Öffnung landeskirchlicher Strukturen sowohl für Migrationskirchen als auch für einzelne Migrantinnen und Migranten.

„Die Begegnung der Landeskirchen mit den neuen Migrationskirchen bietet Chancen für beide Seiten“, so SEK-Präsident Thomas Wipf zur Studie. Die Landeskirchen könnten den Migrationskirchen zu mehr institutioneller Beständigkeit verhelfend, während diese eine bereichernde Kraft und Vielfalt einbrächten. Wipf: „Diese Kraft müssen wir gesellschaftlich und kirchlich nutzen.“

Hinweis: Die Studie (127 Seiten) kann im SEK-Shop unter www.kirchenbund.ch/de/onlineshop heruntergeladen oder für CHF 15. – bestellt werden.