Thomas Wipf erhält Ehrendoktorwürde in Münster

SEK und GEKE gratulieren Dr. h.c. Thomas Wipf zu seiner Ernennung zum Ehrendoktor der Theologie für seine Verdienste um das Zusammenwachsen des europäischen Protestantismus.

Pfarrer Thomas Wipf wurde heute als dritter Schweizer nach Karl Barth und Emil Brunner zum Doktor der Theologie ehrenhalber durch die Universität Münster (D) ausgezeichnet. Der Präsident der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE und des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK wird für seine Verdienste um das Zusammenwachsen des europäischen Protestantismus gewürdigt. Auch habe Wipf mit der Gründung des Schweizerischen Rates der Religionen ein Forum für Verständigung und Vertrauensbildung geschaffen.

Thomas Wipf habe es in herausragender Weise verstanden, „seine kirchenleitenden Aufgaben mit der Kommunikation theologischer Einsichten zu verbinden und diese in den öffentlichen Debatten in Wirtschaft und Gesellschaft, Kirche und Ökumene zur Geltung zu bringen“, so Michael Beintker, Professor für Systematische Theologie an der Universität Münster, in seiner Laudatio. „Ich sehe die Auszeichnung als Ermutigung, den eingeschlagenen ökumenischen Weg mit Beharrlichkeit weiterzugehen und mich für Versöhnung zwischen den Kirchen und in Europa einzusetzen“, betonte Wipf in seiner Festansprache. Wipf ist noch bis 2012 Präsident der GEKE und wurde kürzlich als ständiger Gast in die Kammer für Theologie der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD gewählt.

Der Beitrag der Kirchen zur europäischen Einigung in den vergangenen fünfzig Jahren sei von Vertretern der Europäischen Union gewürdigt worden, „indem ihrem ökumenischen Miteinander Modellcharakter attestiert wurde“, so Wipf.

Das Miteinander der GEKE-Kirchen sei dabei bis heute das erfolgreichste Ökumene-Modell: „Indem die Kirchen in ihrer Verschiedenheit die Einheit suchen, leben sie vor, was der Leitspruch der EU ‚in Vielfalt geeint‘ meint.“ Im Dialog mit der europäischen Politik sei allerdings wichtig, die Stimmen der Kirchen „gebündelt und hörbar einzubringen“.