„Die Katastrophe betrifft auch uns, denn sie betrifft Mitmenschen“

Angesichts der Naturkatastrophe in Japan kondoliert Gottfried Locher dem japanischen Botschafter in der Schweiz und ruft die evangelischen Christinnen und Christen zur Fürbitte auf.

In einem persönlichen Brief an den japanischen Botschafter in der Schweiz hat Gottfried Locher, Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK, heute sein Beileid angesichts der Naturkatastrophe in Japan ausgesprochen.

Wie alle Christinnen und Christen in der Schweiz sei er über das Erdbeben und den sich anschliessenden Tsunami „tief erschrocken“, so Locher. Hinzu käme, dass das wahre Ausmass der Katastrophe nicht einmal ansatzweise überblickt werden könne. Ausserdem bestehe nun noch die Gefahr einer nuklearen Katastrophe ungeahnter Dimension.

Die Verletzlichkeit des menschlichen Lebens habe sich auf furchtbare Art und Weise gezeigt, so Locher. „Christen wissen um das Leid, das Gott selbst am Kreuz in Christus erlebt hat. Sie wissen: Unser Schmerz ist ihm vertraut.“

Mit einem Aufruf wendete sich Locher an die Christinnen und Christen in der Schweiz. „Die Distanz zwischen unserem Land und Japan ist gross. Trotzdem betrifft uns die ferne Katastrophe auch hier in der Schweiz, denn sie betrifft Mitmenschen, Männer, Frauen und Kinder.“ Locher weiter: „Ich rufe Sie auf, die Menschen in Japan heute und in der ganzen Passionszeit in Ihr persönliches Gebet mit einzuschliessen. Auch die Kirchgemeinden mögen diese Fürbitte in ihren Gottesdienst aufnehmen. Besonders die Menschen, die einen Angehörigen verloren haben oder noch vermissen, brauchen unsere Anteilnahme.“

Der SEK beobachtet die weitere Entwicklung in engem Kontakt mit den kirchlichen Hilfswerken, betonte Locher: „So sind wir bereit, sobald die Menschen in Japan neben unserer geistlichen Anteilnahme auch weitere materielle Hilfe benötigen.“

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