„Es kann nicht gleichgültig sein, wer Waffen besitzt“

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund ergänzt mit seinen „10 Fragen und Antworten zur Waffeninitiative“ seine Position zur Volksinitiative für den Schutz vor Waffengewalt.

Einer Gesellschaft, die sich um die innere Sicherheit sorgt und die nachhaltig für Suizidprävention eintritt, kann es nicht gleichgültig sein, wer Waffen besitzt und wie jemand Zugang dazu erhält. Mit dieser Erkenntnis ergänzt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK seine Position zur Volksinitiative „Für den Schutz vor Waffengewalt“. Bereits 2009 hat der Rat SEK seine Stellungnahme dazu veröffentlicht. Auf www.sek.ch gibt der SEK dazu ab sofort 10 Antworten auf 10 Fragen zum Thema.

Die Reihe „10 Fragen – 10 Antworten“ auf der Internetseite des SEK stiess bereits zur Minarettinitiative und zur Sterbehilfe auf grosses Interesse. Mit der nun veröffentlichten Ausgabe zur Waffeninitiative erklärt der Kirchenbund, warum es einen Zusammenhang zwischen Waffenbesitz und Gewalttaten gibt, dass eine strengere Gesetzgebung die Sicherheit in der Schweiz nicht gefährdet und ob alle Christen Pazifisten sind.

In Sachen Waffengewalt steht der SEK auf der Seite der Betroffenen und Opfer. Er fällt in seinen 10 Fragen und 10 Antworten zur Waffeninitiative kein moralisches Urteil über Waffenbesitz und kritisiert keinen konsequenten Pazifismus. „Das gesellschaftliche Problem sind nicht die Waffen, sondern die Gefahr ihres Missbrauchs“, heisst es in den Antworten des SEK. „Weil es Missbrauch gibt, brauchen wir wirksame Gesetze für den Besitz und den Umgang mit Waffen.“

„Die Überwindung von Gewalt ist das Ziel aller Christen“, heisst es weiter. Gewalt sei jedoch nicht mit einer anderen Gewalt beizukommen, „die nur so lange das Gefühl von Sicherheit vermitteln kann, wie sie über die eindrucksvolleren Bedrohungspotentiale verfügen kann“.

»10 Fragen - 10 Antworten