Locher: Kirche macht glücklich

Kirche macht glücklich, muss aber sprachfähiger werden, um die Gute Nachricht in Worte zu fassen, so Kirchenbundpräsident Gottfried Locher heute während der Abgeordnetenversammlung in Bern.

„Kirche macht glücklich“. Dies stellte Gottfried Locher, Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK, heute während der Abgeordnetenversammlung (Parlament) des Kirchenbundes in Bern fest. Vor den rund 70 Delegierten der 26 reformierten und methodistischen Mitgliedkirchen leitete Locher programmatisch in die 2011 neu begonnene Legislatur ein.

„Wir haben das Evangelium nicht nur geschenkt bekommen, wir sollen es auch verkündigen“, so Locher. „Es ist eine gute Nachricht für alle. Weil sie gut ist, macht sie glücklich. Wer sie verkündigt, wird zum Glücks-Überbringer“, betonte Locher: „So, und nur so, dürfen wir sagen: Die Kirche, die das Evangelium verkündigt, macht glücklich. Das heisst evangelisch Kirche sein.“

„Mir scheint allerdings, unsere Kirche hat Mühe die Gute Nachricht in gute Worte zu fassen; Worte, denen ich als Zuhörer Vertrauen schenken kann“, so der Kirchenbundpräsident weiter. Die Herausforderung bestehe darin, wieder sprachfähig zu werden, „denn alle brauchen eine glaubwürdige Kirche“.

„Ein wirklicher Neuaufbruch, eine gestärkte Gemeinschaft reformierter und methodistischer Kirchen in der Schweiz bedingt, dass wir klar sprechen können über unseren Glauben. Das ist die Aufgabe, die vor uns liegt“, so schloss Locher: „Und: Verzichten auf diese Sprache, das sollten wir nicht, bloss weil wir Sprachprobleme haben.“