Pierre Viret mit den Delegierten des SEK geehrt

Am Sonntag, 19. Juni, versammelten sich anlässlich der Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK in Lausanne 300 Personen in der Saint-François-Kirche zu einem Festgottesdienst. Zuvor wurde eine Gedenktafel zur Erinnerung an das Wirken Pierre Virets als erster Pfarrer von Lausanne enthüllt.

Rund 300 Personen wohnten am Sonntag, 19. Juni, der Enthüllung einer Gedenktafel zu Ehren des Reformators Pierre Viret am Eingang der Saint-François-Kirche in Lausanne bei. Der erste Pfarrer von Lausanne feiert in diesem Jahr seinen 500. Geburtstag.

Bei der Einweihung der Gedenktafel erinnerte die Präsidentin des Synodalrats, Esther Gaillard, daran, dass „Pierre Viret vor allem ein Mann der Kommunikation“ war und dass es ihm zu verdanken ist, dass die Église évangélique réformée du canton de Vaud EERV heute noch „mit allen Personen und allen Gruppen, aus denen die heutige multireligiöse und multiethnische Gesellschaft besteht, in Verbindung stehen möchte. Mit jedem kommunizieren, nicht um ihn zu bekehren, sondern um auf ihn zuzugehen und ihn zu verstehen.“

Der Lausanner Stadtpräsident Daniel Brélaz stellte fest, dass wir mit Viret „an einen grundlegenden Teil der Geschichte dieses Kantons und dieser Stadt rühren“.

Staatsrat Philippe Leuba stellte die Frage: „Was wäre der Kanton Waadt, sein Wesen und seine Identität, ohne den von Pierre Viret geführten Kampf?“ Er fügte hinzu: „Dieser grosse Mann hat in entscheidender Weise zur Entwicklung und Gestaltung der Identität dieses Landes beigetragen.“

Nach der Enthüllung der Gedenktafel wurde die Feier im Inneren der Saint-François-Kirche fortgesetzt. Am Gottesdienst, der von Pfarrerin Ira Jaillet gehalten wurde, nahmen mehrere Verantwortliche aus Politik und Kirche, alle Abgeordneten des SEK und zahlreiche Waadtländer Gläubige teil.

Verfasser: 
EERV/SEK