SEK beginnt Revisionsprozess seiner Aufgaben und Strukturen

Abgeordnetenversammlung des Kirchenbundes in Lausanne beschliesst Verfassungsrevision – Neues Reglement Beitragsschlüssel – Reformationsfeste 2017 und 2019 – Angelika Hilbeck und Maja Ingold in Stiftungsrat BFA gewählt.

Für einen Kirchenbund in guter Verfassung – unter diesem Motto beginnt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK einen umfassenden Revisionsprozess seiner Aufgaben und Strukturen. Dies beschlossen die rund 70 Delegierten der 26 Mitgliedkirchen während der Abgeordnetenversammlung AV des SEK, die vom-19. - 21. Juni in Lausanne tagte.

Der Rat SEK begründete mit einem Bericht an die AV die Notwendigkeit einer Verfassungsrevision als Element dieses Prozesses. Alle Ebenen der kirchlichen Gemeinschaft bilden zusammen die evangelisch-reformierte Kirche in der Schweiz, heisst es in dem Bericht. Aus diesem Selbstverständnis heraus soll eine neue Gestalt durch eine neue Verfassung entstehen. Der Prozess soll zeigen, welche Aufgaben durch welche Organe des SEK geleistet werden sollen.

Der SEK finanziert sich allein aus den Beiträgen der Mitgliedkirchen. Die AV hat nun eine Revision des Beitragsschlüssels beschlossen. Eingerechnet werden neben der Mitgliederzahl Faktoren, welche die reelle Situation und die finanziellen Möglichkeiten der Kirchen abbilden. Daraus wird ein „Kirchenpotential pro Mitgliedkirche“ gebildet und zur Gesamtsumme ins Verhältnis gesetzt. Der neue Schlüssel wird mit einer dreijährigen Übergangsfrist eingeführt.

Die AV wählte Angelika Hilbeck und Maja Ingold als Mitglieder in den Stiftungsrat Brot für alle BFA für den Rest der Amtsdauer 2010 - 2013. Hilbeck (geb. 1959) ist Privatdozentin am geobotanischen Institut der ETH Zürich und Mitglied in verschiedenen Expertenkommissionen des Bundesrates, der EU und der UNO. Ingold (geb. 1948) ist Mitglied des Nationalrates für die EVP.

In einer Interpellationsantwort betonte der Rat SEK die Bedeutung der anstehenden Reformationsjubiläen. Neben der Erinnerung an die auf Luther und Wittenberg zurückgehende Reformation von 1517 ist es für den Rat SEK grundlegend, verschiedener weiterer Reformationen in Europa, zuvorderst der Zürcher von 1519, zu gedenken und ein umfassendes Verständnis von Reformation zu entwickeln.