Aufruf zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag 2014

Beten für die Verfolgten und die Botschafter der Menschlichkeit Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen der Schweiz ruft die Bevölkerung auf, am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag die Opfer von Verfolgung, Krieg und Gewalt, besonders im Mittleren Osten, in ihre Fürbitte einzuschliessen. Das Gebet soll auch alle im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit bestärken. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz sind dankbar

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz sind dankbar, seit Generationen in einem Land zu leben in dem Religionsfreiheit, die Achtung der Menschenwürde sowie die gleichen Rechte für alle in der Verfassung verankert sind. Diese Werte mit biblischen Wurzeln sind kostbar und die Grundlage für ein Zusammenleben in Frieden und Gerechtigkeit. Für diese Werte gilt es einzustehen, hier in der Schweiz wie auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Gebet am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag soll alle Menschen im Einsatz für Menschlichkeit und Gerechtigkeit ermutigen und in ihrem Auftrag bekräftigen.

An vielen Orten der Welt werden in diesen Tagen religiöse und ethnische Minderheiten verfolgt, gequält, vertrieben und getötet – zur Zeit besonders in der Region Syrien und Irak. Viele Christinnen und Christen aus dem Mittleren Osten haben ihre Glaubensgeschwister des Westens gebeten, sie nicht zu vergessen und für sie zu beten. Ihnen, aber auch den Angehörigen anderer Religionen, die ebenfalls unter dem Terrorregime der Islamischen Krieger leiden, soll das Bettags-Gebet gelten.

Der Geist Gottes schafft im Gebet Verbundenheit mit denen, deren Elend zum Himmel schreit. Er verbindet Betende über Konfessions- und Religionsgrenzen miteinander. Der Geist Gottes spannt ein Netz der Kraft zwischen den Betenden und denjenigen, denen die Fürbitte gilt. Menschen in Syrien und im Irak, aber auch alle, die sich für sie einsetzen, werden daraus Hoffnung schöpfen.

In diesem Sinn bittet die AGCK CH die Glaubenden aller Religionen zu beten.

Pfarrerin Rita Famos, Präsidentin Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen der Schweiz

Medieninformationen
Christiane Faschon, Generalsekretärin der AGCK, info@agck.ch
Pfarrerin Rita Famos, Präsidentin der AGCK, rita.famos@zh.ref.ch www.agck.ch


Gebet zum Eidgenössischen Dank-, Buss und Bettag 2014

Der Geist nimmt sich aber unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht was wir eigentlich beten sollen; der Geist selber jedoch tritt für uns ein mit wortlosen Seufzern.“ (Römer 8,26 / Zürcher Bibel)

Lebendiger Gott,
viele Konflikte und Katastrophen erleben wir weltweit:
im Nahen und Mittleren Osten,
in der Ostukraine, in Afrika.
Die gnadenlose Gewalt und das unermessliche Leiden
machen uns sprach- und hilflos.
Wir haben keine Lösungen, stehen mit leeren Händen
und ohne Ergebnis da.
Wo wir am Ende sind mit unserer menschlichen Weisheit,
vertrauen wir uns dir an.

Barmherziger Gott,
deine Weisheit reicht weiter als all unser Vorstellungsvermögen.
Dir vertrauen wir an, was wir nicht lösen können.
Wir wissen uns geborgen in deiner Liebe,
die allen Menschen gilt.
Du lässt die Welt nicht los und willst,
dass allen Menschen geholfen wird.

Gnädiger Gott,
dir legen wir ans Herz alle Menschen, die unter Krieg,
Folter und Vertreibung leiden.
Besonders bitten wir Dich für unsere Glaubensgeschwister,
die Deines Namens wegen verfolgt und zu Blutzeugen werden.
Stehe ihnen bei in ihrer unaussprechlichen Notv und tröste ihre angstvollen Seelen.
Mache dem Hass ein Ende und lass Frieden werden.

Gütiger Gott,
dir legen wir ans Herz alle Helfer und Helferinnen,
die ihr eigenes Leben nicht schonen
und den Notleidenden überall auf der Welt zur Hilfe kommen.
Sie sind ein Lichtblick der Menschlichkeit in all der Grausamkeit.
Stärke ihren Mut und ihre Kraft, damit sie täglich neu
ihre Arbeit tun können.

Liebender Gott,
dir legen wir ans Herz alle Akteure auf der politischen Bühne,
dass sie mit Augenmass handeln und dem Frieden dienen.
Dir legen wir ans Herz auch unser eigenes Handeln,
dass wir die Flüchtlinge und Hilfesuchenden
bei uns nicht abweisen,
dass wir mit allen uns zur Verfügung
stehenden Mitteln helfen, wo Hilfe benötigt wird.
Um das alles bitten wir dich im Namen Jesu Christi.

In der Hoffnung, dass wir erleben, was wir glauben,
beten wir mit den Worten, die Jesus uns gelehrt hat:

Vater unser/ Unser Vater

Appel en français

Appello in italiano

Verfasser: 
Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK