Internationales Treffen der Kirchen im Vorfeld von Genf-II: Appell für einen gerechten Frieden in Syrien

Am Vorabend der Genf-II-Konferenz der UNO für einen Frieden in Syrien sind über dreissig Kirchenführer aus Europa und dem Mittleren Osten am Sitz des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf zusammengekommen, um einen gemeinsamen Appell an die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer zu richten. Sie fordern die Regierungen auf, sich für einen gerechten Frieden in Syrien einzusetzen. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund engagiert sich im Besonderen für den Respekt vor Minderheiten.
WCRC

Es gibt keine militärische Lösung für die Krise in Syrien. Diese Ansicht teilen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Syrien-Konsultation des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und fordern alle Parteien auf, die Waffen sofort niederzulegen. Die von der Vereinten Nationen (UNO) am 22. Januar in Montreux organisierte Genf-II-Konferenz soll zu einem vom syrischen Volk geleiteten Friedensprozess führen. Die multi-ethnische, multi-religiöse und multi-konfessionelle Prägung der syrischen Gesellschaft müsse bewahrt werden.

Die an der Konsultation in Genf anwesenden Kirchenverantwortlichen weisen zudem auf die humanitäre Not hin, die dieser Konflikt bewirkt. Sie empfehlen der internationalen Gemeinschaft, schnell zu handeln, damit alle gefährdeten Gruppen in Syrien und die Flüchtlinge in den Nachbarstaaten angemessene humanitäre Unterstützung erhalten.

“Wir unterstützen das Ergebnis der Syrien-Konsultation des Ökumenischen Rates der Kirchen. Wir begrüssen die Entschlossenheit der Kirchen, zu handeln und den Schwächsten eine Stimme zu geben.“ sagte der ebenfalls in Genf anwesende Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK Gottfried Locher. Der Kirchenbund appelliert an das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten, sich weiterhin für die Interessen der bedrohten religiösen Minderheiten in Syrien einzusetzen.

Anlässlich der Genf-II-Konferenz lädt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund seine Mitglieder ein, für das syrische Volk zu beten und stellt dazu ein Gebet und eine Liturgie zur Verfügung.