Kirchenbundspräsident trifft serbischen Patriarchen in Belgrad

Vom 19.-21. November besuchte Kirchenbundspräsident Gottfried Locher den Patriarchen der serbisch-orthodoxen Kirche Patriarch Irinej in Belgrad. Die Beziehungspflege und eine Vereinbarung für einen ökumenischen Studientag zum Reformationsjubiläum standen im Vordergrund.
Patriarch Irinej der serbisch-orthodoxen Kirche und Gottfried Locher, Kirchenbundspräsident

Kirchenbundspräsident Gottfried Locher und Patriarch Irinej tauschten sich über die ökumenische Lage in der Schweiz aus. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund setzt sich gemeinsam mit den christlichen Landeskirchen dafür ein, dass sich die serbisch-orthodoxe und andere orthodoxe Kirchen in der Schweiz willkommen wissen. Der Kirchenbund und die serbisch-orthodoxe Kirche sind Mitglieder des Ökumenischen Rates der Kirchen ÖRK.

Die Gesprächspartner vereinbarten einen ökumenischen Studientag zum Reformationsjubiläum im kommenden Jahr in der Schweiz. An diesem Thema hatte Patriarch Irinej Interesse geäussert. Die Tagung stellt den Priestern der serbisch-orthodoxen Kirche der Schweiz die Reformation und die Reformierte Kirche vor und thematisiert das ökumenische Miteinander.

Neben der Audienz beim Patriarchen besuchte Kirchenbundspräsident Gottfried Locher die Theologische Fakultät der Universität Belgrad, das Priesterseminar des Heiligen Sava und die Klöster Zica und Studenica im Süden des Landes. Der Besuch folgte einer Einladung von Bischof Andrej, dem für die Schweiz zuständigen Bischof der serbisch-orthodoxen Kirche.

Die serbisch-orthodoxe Kirche hat in der Schweiz acht Gemeinden. Rund 100‘000 Personen der Schweizer Bevölkerung stammen ursprünglich aus Serbien. Die serbisch-orthodoxe Kirche ist engagiertes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH) und aktiv in verschiedenen kantonalen und regionalen AGCKs.