Tod des Vorsitzenden des Schweizerischen Rates der Religionen, Hisham Maizar

Der Vorsitzende des Schweizerischen Rates der Religionen, Hisham Maizar, verstarb am vergangenen Donnerstag im Alter von 73 Jahren. Innerhalb des Rates vertrat Maizar die Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz, die er ebenfalls präsidierte. Im Namen des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes spricht Gottfried Locher den Angehörigen von Dr. Hisham Maizar sein tiefstes Beileid aus.

„Hisham Maizar war ein Brückenbauer zwischen den Religionen in der Schweiz. Der interreligiöse Dialog bedeutete ihm mehr als Diplomatie, ihm ging es um Freundschaft.“, unterstrich Gottfried Locher, Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, der mit Herrn Maizar im Schweizerischen Rat der Religionen zusammenarbeitete: „Unser Gespräch war offen, ehrlich und authentisch. Es wird mir fehlen.“

Der seit 30 Jahren in der Schweiz eingebürgerte Arzt palästinensischer Herkunft Dr. Hisham Maizar gründete 2006 die Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz, um in unserem Land lebenden Muslimen eine Stimme zu verleihen. Eine Stimme, der er auch im Rahmen des im selben Jahr auf Anregung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes gegründeten Schweizerischen Rates der Religionen Geltung verlieh. Die Präsidentschaft des Schweizerischen Rates der Religionen übernahm er ab 2014.

Dr. Maizar war ein Vertreter des Islams der Mitte und engagierte sich genauso unermüdlich wie vorbildlich für den interreligiösen Dialog. Wer den Weg der goldenen Mitte gehe, werde nie ein Extremist, betonte er stets. Seine offene Distanz zu radikalen Positionen und Bewegungen schaffte nach Auffassung des Kirchenbundes eine Atmosphäre des Vertrauens und trug zur Stärkung des religiösen Friedens in der Schweiz bei.

Weiterführende Informationen: Link zur Medienmitteilung des Schweizerischen Rates der Religionen