"Entsetzt über sinnlose und brutale Tat"

Der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes äussert sich zum Gewaltakt in Berlin vom 19. Dezember 2016.

Am Abend des 19. Dezembers ist ein Lastwagen mit Vorsatz in einen Weihnachtsmarkt in Berlin gesteuert worden. Die Tat forderte zwölf Todesopfer und 50 Verletzte. Der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes ist über diese sinnlose und brutale Tat entsetzt. Der Rat übermittelte dem deutschen Botschafter in Bern Otto Lampe und dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland Heinrich Bedford-Strohm heute stellvertretend für die Angehörigen der Opfer seine Solidarität und sein Mitgefühl.

Der Rat bittet die Christinnen und Christen der Schweiz, die Opfer und Angehörigen in ihr Gebet einzuschliessen. Die Evangelische Kirche in Deutschland begeht heute um 18 Uhr einen Gedenkgottesdienst in der Berliner Gedächtniskirche, unmittelbar am Ort der Gewalttat.

„Wir trauern um die Opfer, wünschen den Verletzten Genesung, den Angehörigen Beistand und Trost. Trotz allem: Beten wir kurz vor Weihnachten für ein friedliches Europa. Freiheit, Menschlichkeit und gegenseitiger Respekt sind Grundpfeiler unseres Miteinanders, die es zu bewahren gilt“, so SEK-Ratspräsident Gottfried Locher.

Mit Sorge erfuhr der Rat des SEK zudem von drei verletzten Personen durch eine Schiesserei am Islamischen Zentrum Zürich sowie vom gewaltsamen Tod des russischen Botschafters in der Türkei, offenbar eine religiös motivierte Tat.