Kirchenbund lädt Papst Franziskus zum Gespräch mit der reformierten Kirche

Das Ratspräsidium des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes ist heute mit Papst Franziskus zusammengetroffen. Ratspräsident Gottfried Locher hat dabei die Einladung zu einem ökumenischen Gespräch anlässlich des Zwingli-Jahres 2019 übergeben.
reformiert./Felix Reich

„Der christliche Auftrag endet nicht an unseren Kirchenmauern. Er ist universal. Miteinander sind unsere Kirchen glaubwürdiger“, so Kirchenbundspräsident Gottfried Locher vor der Unterredung mit Franziskus. Anlässlich des Zwingli-Jahres 2019 übergab der Kirchenbundspräsident Papst Franziskus deshalb eine Einladung zu einem ökumenischen Gespräch. Dies solle im kommenden Jahr die Bedeutung der reformierten Tradition für die weltweite Kirche thematisieren.

Der Reformator Ulrich Zwingli predigte ab 1519 von der Zürcher Grossmünsterkanzel seine christliche Freiheitsidee. Die durch ihn mit ausgelöste Erneuerungsbewegung hat Stadt, Kanton und Land bewegt und strahlte nach Europa und in die Welt aus. Die Reformierten bilden heute die grösste Tradition innerhalb des Protestantismus.

Das Zusammentreffen fand im Rahmen des päpstlichen Besuches des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf statt. Papst Franziskus sprach dort zum 70. Jubiläum des Weltkirchenrates, das dieser Tage gefeiert wird.

Papst Franziskus hatte die Einladung des Weltkirchenrates angenommen, an den Jubiläumsfeierlichkeiten teilzunehmen. In Genf drückte er der Arbeit des Weltkirchenrates als Teil der weltweiten kirchlichen Bewegung seine Anerkennung aus.

Auf Seiten des Kirchenbundes nahmen neben Kirchenbundspräsident Gottfried Locher noch  Vizepräsidentin Esther Gaillard und Vizepräsident Daniel Reuter am Gespräch teil.

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