Serbisches Kirchenoberhaupt trifft Kirchenbundspräsident

Am 3. September 2018 besuchte der Patriarch der Serbisch-orthodoxen Kirche Irinej Kirchenbundspräsident Gottfried Locher in Bern. Themen waren die Situation der serbischen Kirche in der Schweiz und die gegenseitige Taufanerkennung.
SEK/Nadja Rauscher

Der Besuch fand am Rande der Einweihung der Serbisch-orthodoxen Kirche in Bern-Belp durch den Patriarchen statt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Frage der Situation der Serbisch-orthodoxen Kirche in der Schweiz. Ausserdem besprachen die Teilnehmenden die Frage der gegenseitigen Taufanerkennung innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK. Die von einem serbisch-orthodoxen Pfarrer angeregte Taufanerkennung wurde durch die orthodoxen Kirchen bislang nicht unterzeichnet. Kirchenbundspräsident Gottfried Locher drückte seinen Wunsch aus, dass die Serbisch-orthodoxe Kirche hier zugunsten der Anerkennung wirke.

Das Treffen bildete die zweite Zusammenkunft zwischen Patriarch Irenej und Kirchenbundspräsident Gottfried Locher. Vorausgegangen war ein Besuch in Belgrad 2015. Ende des vergangenen Jahres fand eine Begegnung zwischen der Serbisch-orthodxen Kirche in der Schweiz und dem Kirchenbund in Bern statt. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund führt gemeinsam mit den christlichen Landeskirchen einen Dialog mit der Serbisch-orthodoxen und anderen orthodoxen Kirchen in der Schweiz.

Patriarch Irinej wurde unter anderem begleitet von Bischof Andrej, Bischof der Serbisch-orthodoxen Kirche in der Schweiz und in Österreich und Bischofsvikar Stanko Marković, Pfarrer in Bern-Belp.

Die Serbisch-orthodoxe Kirche ist ein aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK.CH sowie des Ökumenischen Rates der Kirchen ÖRK. Mit rund 120‘000 Mitgliedern ist sie eine der grössten orthodoxen Kirchen in der Schweiz. Mehr als andere orthodoxen Kirchen ist sie ökumenisch engagiert.

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