Reformationskollekte 2019 sorgt für gute Basis

Mit der schweizweit erhobenen Kollekte sammelt der Verein Protestantische Solidarität Schweiz PSS am Reformationssonntag, 3. November 2019, für eine Kirchgemeinde, welcher der Boden unter den Füssen wegzubrechen droht. Die PSS will helfen, die architektonisch schützenswerte Kirche von Einsiedeln SZ zu retten.
Foto: zvg

Die 1943 erbaute Kirche der einzigen evangelisch-reformierten Gemeinde in Einsiedeln steht auf wackeligem Grund. Entworfen wurde sie vom bekannten Architekten Hans Vogelsanger und war einst ein protestantischer Leuchtturm in der katholischen Innerschweiz. Da damals aufgrund von Betonrationalisierungen kein Fundament gegossen werden konnte, zeigen sich heute in Boden und Mauern überall Risse, Holzbalken faulen, eine moderne Wärmedämmung ist ebenfalls dringend notwendig. Doch die Kosten der nachhaltigen Sanierung können die 2200 Gemeindemitglieder alleine nicht bewältigen: rund zwei Millionen Franken! Durch Eigenmittel, Darlehen und Finanzausgleich konnte man bereits 1,8 Mio. Franken aufbringen.

Und jeder Franken soll sinnvoll genutzt werden: Im neuen Keller der Kirche entsteht durch die Bauarbeiten auch ein Raum für Chorproben, Tagungen und Anlässe der Kirchgemeinde. Durch Zuzug und junge Familien wächst die Gemeinschaft – als eine der wenigen schweizweit. «Wir möchten unsere Kirche für unsere Nachkommen erhalten, sie ist unser geistiges Zentrum und einziger kirchlicher Versammlungsort. Wir haben keine Alternative», sagt Stefan Meyer, Präsident der reformierten Kirchgemeinde Einsiedeln, zu dem Sanierungsprojekt. Die PSS will bei diesen Investitionen in die Zukunft helfen. Dafür sollen am Reformationssonntag rund 200‘000 Franken zusammenkommen. «Die Reformationskollekte für Einsiedeln ist eine gute Gelegenheit, den Zusammenhalt des Schweizer Protestantismus zu leben und zu stärken. So können die Einsiedler Reformierten getrost in die Zukunft gehen. Vielen Dank für jede Spende», sagt PSS-Präsident Daniel de Roche.

Die PSS, die seit Anfang 2019 eine Konferenz des Kirchenbundes ist, organisiert seit über hundert Jahren die Reformationskollekte, die vor allem reformierten Kirchgemeinden zugutekommt, die in ihrem Umfeld in der Minderheit sind. Im Mittelpunkt stehen heute Bau- und Sanierungsprojekte. Stets ist es das Ziel der Kollekte, dem Glauben an Gott Räume zu öffnen, auch für Kirchenferne.

Alleine in den letzten zehn Jahren konnte die Protestantische Solidarität reformierten Gemeinden aus allen Teilen der Schweiz mit über drei Millionen Franken unter die Arme greifen — alles Dank grosszügiger Spenderinnen und Spender. 20 Prozent der Reformationskollekte gehen jeweils an die Reformationsstiftung, die Kommunikationsprojekte in der Schweiz fördert.

Weitere Informationen zur Reformationskollekte finden Sie unter: www.pss-sps.ch