Bildung

Children at school. Lucélia Ribeiro/CC BY-SA 2.0

„Arbeitsgruppe Bildungsforum“

Die „Arbeitsgruppe Bildungsforum“ beschäftigt sich im Auftrag des Rates mit der religiösen Bildung von Kindern und Jugendlichen an den Lernorten Schule und Kirche. Sie sorgt dabei für eine sprachregionenverbindende Sicht in ihrer Arbeit und ihren Berichten an den Rat, insbesondere zwischen der deutsch- und französischsprachigen Schweiz. In diesem Rahmen schlug sie 2015 Thesen zum Religionsunterricht vor.

Mitglieder sind Eva Ebel, Maja Bopst-Rohrer, Vital Gerber, Thomas Schlag sowie Martin Schmidt (Präsident).

Bildungspolitische Positionen zum Lehrplan 21

In seiner Stellungnahme zum überarbeiteten Entwurf des Lehrplans 21 begrüsste der Rat, dass mit dem Entwurf des Lehrplans 21 die Voraussetzungen für einen obligatorischen Religionsunterricht in der Volksschule als eigenes Fach oder im Rahmen des Natur-Mensch-Mitwelt-Unterrichts geschaffen werden. Er vermisste jedoch den konkreten Bezug auf die jüdisch-christliche Überlieferung, welche die Schweiz geistesgeschichtlich und kulturell geprägt hat. Der Lehrplan 21 solle dahingehend ergänzt werden, dass der Religionsunterricht nicht nur beschreibend stattfindet, sondern auch dem persönlichen Bezug der Schülerinnen und Schüler zum Thema Raum gibt. Zudem wies er darauf hin, dass die Kompetenzen von kirchlichen Fachstellen in Religionspädagogik und die Reflexions- und Diskursfähigkeit der ausgebildeten Theologinnen und Theologen für die Schulen wertvolle Ressourcen sein können.

Stellungnahme des Rates zur Vernehmlassung für einen Bildungsrahmenartikel in der Bundesverfassung

Die evangelischen Kirchen rechnen mit Menschen, die in grosser Freiheit und eigenständiger Verantwortung ihre Glaubensentscheidungen treffen und die ethische Ausrichtung ihres Lebens vernunftgeleitet wählen. Die Befähigung zu selbständigen Entscheidungen geschieht nicht voraussetzungslos. Eine der wichtigsten Voraussetzungen besteht in einem gut ausgebauten und allen Menschen zugänglichen Bildungs- und Ausbildungsangebot.

Deshalb unterstützte der Rat des Kirchenbundes in seiner Stellungnahme den Erlass eines Bildungsrahmenartikels in der Bundesverfassung.